Pannenhelfer mit langem Atem

Marsrover Spirit hat noch eine Chance

Mehr als fünf Jahre ist der NASA-Rover Spirit über die Marsoberfläche gefahren, bis er sich am 6. Mai im Marssand festfuhr. Seither suchen Forscher beim Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Kalifornien und beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bremen nach Wegen, den Rover wieder mobil zu machen. Zweimonatige Tests ergaben, dass ein Ausweg möglich ist. Aber noch zögern die Marsforscher, denn durch ein falsches Manöver könnten sie Spirit für immer verlieren.
Bevor die Missionskontrolleure den festgefahrenen Rover Spirit auf dem Mars wieder bewegen, wollen sie alle Gefahren abschätzen. Seit zwei Monaten testen die Marsforscher in Pasadena mögliche Manöver an zwei Testrovern.

Bevor die Missionskontrolleure den festgefahrenen Rover Spirit auf dem Mars wieder bewegen, wollen sie alle Gefahren abschätzen. Seit zwei Monaten testen die Marsforscher in Pasadena mögliche Manöver an zwei Testrovern.

Spirit wieder flott machen

Seit Mai 2009 hat sich der Marsrover Spirit keinen Zentimeter mehr bewegt. Die Missionskontrolleure beim JPL in Pasadena/Kalifornien haben den Rover stillgelegt, weil sie befürchten, dass er sich noch tiefer in den Sand wühlen und auf dem Felsgestein aufsetzen könnte, das direkt unter dem Fahrgestell liegt. Bevor sie Spirit wieder in Bewegung setzen, wollen die Kontrolleure und Wissenschaftler sicher sein, dass sie mit ihren Manövern den festgefahrenen Rover aus der Sandmulde steuern können.

In Pasadena haben die Forscher die Umgebung des Mars Exploration Rovers (MER) Spirit genau rekonstruiert. Sie haben ein Testgelände mit einer Sandmischung aufgefüllt, die der auf dem Mars möglichst ähnlich ist. Zwei Testrover wurden dann so tief in den Sand gesetzt wie ihr Pendant auf dem Mars. Damit sind die Forscher zwei Monate lang vorwärts, rückwärts, quer oder mit einer Drehung auf der Stelle gefahren und haben das Verhalten des Rovers genau studiert. Perfekt können die Marsforscher die Situation auf dem Mars allerdings nicht simulieren. Durch die größere Schwerkraft auf der Erde im Vergleich zum Mars sind die Testrover schwerer und verhalten sich anders als der Rover auf dem Mars. Das gilt auch für den zweiten Testrover, der ohne Instrumente zwar leichter ist als das originalgetreue Fahrzeug, aber immer noch schwerer als Spirit auf dem Mars.
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