Letzte Service Mission zum Weltraumteleskop

Schwierig wie eine Gehirn-OP

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Die wichtigste Aufgabe der Astronauten wird darin bestehen, zwei neue Instrumente zu installieren: Die „Wide Field Camera 2“ wird der „Wide Field Camera 3“ mit besserer Auflösung und größerem Gesichtsfeld weichen. Anstelle der Reparaturoptik von 1993, die nicht mehr nötig ist, weil mittlerweile alle Kameras eine eigene Korrekturoptik haben, bauen die Astronauten einen Spektrographen („Cosmic Origins Spectrograph“) für Messungen im ultravioletten Licht ein.

Zwei weitere Instrumente - die „Advanced Camera for Surveys“ und den „Space Telescope Imaging Spectrograph“ - sollen die Astronauten reparieren. Außerdem steht der Austausch des seit einigen Monaten defekten Instruments zur Steuerung des Datenflusses auf dem Plan sowie der Ersatz von Batterien und Gyroskopen, ohne den das Teleskop bald seine Orientierung im Raum verlieren würde.
Wenn alles glatt verläuft, soll Hubble mit dem Roboterarm von Atlantis zunächst einmal "eingefangen" werden. Was die Astronauten dann bei ihren fünf geplanten Ausstiegen vor sich haben, ist kompliziert und erfordert viel Fingerspitzengefühl. Shuttle-Kapitän Scott Altmann (49) und sein Team haben 116 neue Werkzeuge dabei, die eigens für diese Mission konstruiert wurden.

Als handwerklich schwierigste Aufgabe gilt die Reparatur des "Space Telescope Imaging Spectrographs". Die Astronauten müssen mit rund hundert kleinen Schrauben hantieren. Gehen diese verloren, könnten sie in das Teleskop fliegen und Schaden anrichten. Eine echte Geschicklichkeitsaufgabe, vor allem in der Schwerelosigkeit.

Schon jetzt hat Hubble, das 13 Meter lange und elf Tonnen schwere Teleskop, das seit 1990 im All schwebt, das Bild der Menschheit vom Weltraum revolutioniert. So gelang es etwa mit dem berühmten "Ultra Deep Field" auf einen Schlag rund zehntausend Galaxien in Milliarden Lichtjahren Entfernung aufzunehmen. Zu den Sternstunden zählt der Blick in die Anfänge unseres Universums.

Quelle: Nasa
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