Europäische Raumfahrt
1962 - Europäisches Projekt mit Anlaufschwierigkeiten
Zu dieser Zeit kamen allerdings Politik, Forschung und Industrie zu der Überzeugung, dass ein anspruchsvolles Trägerraketenprogramm die Möglichkeiten einer einzelnen Nation übersteigen müsse, die Realisierung entsprechender Planungen folgerichtig nur im internationalen und damit im europäischen Verbund möglich sei. Diese Überlegungen führten im Juni 1962 zur Gründung des ersten europäischen Weltraumgremiums, der "European Launcher Developement Organisation" (ELDO), der nur wenige Wochen später mit der Gründung der "European Space Research Organisation" (ESRO) auch eine entsprechende multinationale Weltraumforschungsorganisation folgte.
Die beteiligten Nationen waren sich schnell darin einig, neben Satelliten auch eigene Trägerraketen zu entwickeln und zu bauen. Aus einzelnen nationalen Programmen in Großbritannien und Frankreich existierten bereits Grundlagen für die Entwicklung einzelner Raketenstufen und ihrer Motoren. So sollten die Basisentwicklungen des britischen Blue-Streak-Programms für die erste Stufe einer neuen Europa-Rakete genutzt werden, diejenigen aus dem französischen Veronique-Höhenforschungsprogramm für die zweite Stufe. Unklar blieben zunächst die Zuständigkeiten für die dritte Stufe, immerhin aber hatten sich die an ELDO beteiligten Nationen bereits für einen Startplatz in Australien entschieden, wo die Briten bei Woomera bereits über ein entsprechendes Gelände verfügten.
Nach einigen, vornehmlich politisch begründeten Anlaufschwierigkeiten einigten sich die ELDO-Staaten, die Entwicklung der dritten Stufe nach Deutschland zu vergeben, ein zweifellos anspruchsvoller Auftrag für Industrie und Forschung der noch jungen Bundesrepublik. Wissenschaftler und Ingenieure definierten ein mittelenergetisches Triebwerk mit einem Schub von 22,5 Kilonewton. Im Rahmen dieser Arbeiten erfuhr das Testgelände Lampoldshausen eine nennenswerte Erweiterung. So wurden neue Höhenprüfstände gebaut, um die Triebwerke unter Weltraumbedingungen testen zu können. Hierfür entstanden zusätzlich spezielle Dampferzeuger, mit deren Hilfe die Vakuumbedingungen des Weltraums simuliert werden sollten.
Die beteiligten Nationen waren sich schnell darin einig, neben Satelliten auch eigene Trägerraketen zu entwickeln und zu bauen. Aus einzelnen nationalen Programmen in Großbritannien und Frankreich existierten bereits Grundlagen für die Entwicklung einzelner Raketenstufen und ihrer Motoren. So sollten die Basisentwicklungen des britischen Blue-Streak-Programms für die erste Stufe einer neuen Europa-Rakete genutzt werden, diejenigen aus dem französischen Veronique-Höhenforschungsprogramm für die zweite Stufe. Unklar blieben zunächst die Zuständigkeiten für die dritte Stufe, immerhin aber hatten sich die an ELDO beteiligten Nationen bereits für einen Startplatz in Australien entschieden, wo die Briten bei Woomera bereits über ein entsprechendes Gelände verfügten.
Nach einigen, vornehmlich politisch begründeten Anlaufschwierigkeiten einigten sich die ELDO-Staaten, die Entwicklung der dritten Stufe nach Deutschland zu vergeben, ein zweifellos anspruchsvoller Auftrag für Industrie und Forschung der noch jungen Bundesrepublik. Wissenschaftler und Ingenieure definierten ein mittelenergetisches Triebwerk mit einem Schub von 22,5 Kilonewton. Im Rahmen dieser Arbeiten erfuhr das Testgelände Lampoldshausen eine nennenswerte Erweiterung. So wurden neue Höhenprüfstände gebaut, um die Triebwerke unter Weltraumbedingungen testen zu können. Hierfür entstanden zusätzlich spezielle Dampferzeuger, mit deren Hilfe die Vakuumbedingungen des Weltraums simuliert werden sollten.
