Europäische Raumfahrt
30 Jahre Ariane
24. Dezember 1979 - am südamerikanischen Raketenstartort Kourou in Französisch-Guyana erhebt sich unter donnerndem Fauchen erstmals die neue europäische Trägerrakete Ariane in den Himmel, ein ebenso wichtiger wie auch äußerst markanter Tag für die gesamte europäische Raumfahrt.
Inhalt des Artikels
- » 1 - 1979 hebt die erste europäische Trägerrakete ab
- » 2 - 1962 - Europäisches Projekt mit Anlaufschwierigkeiten
- » 3 - 1968 - Die glücklose Europa-Rakete
- » 4 - 1975 - Die Gründung der ESA als Ariane-Geburtshelfer
- » 5 - Erststart einer Ariane
1979 hebt die erste europäische Trägerrakete ab
Erstmals gelingt es den Mitgliedstaaten der europäischen Weltraumorganisation ESA, eine eigene Trägerrakete in den Weltraum zu starten - ein bedeutsamer Grundstein für die bis heute grandiose Karriere des Ariane-Trägersystems.
Wo sich in Französisch-Guayana vor vier Jahrzehnten noch ein Streifen Savanne und Urwald zwischen den Amazonaswäldern und dem Atlantik befand und einige Bewohner in einem Ort namens Kourou ihr kärgliches Dasein fristeten, befindet sich heute das europäische Raumfahrtzentrum Centre Spatial Guyanais (CSG). Von dort wurden seit Ende 1979 fast 200 europäische Ariane-Raketen mit überwiegend kommerziellen Nutzlasten gestartet. Davon waren lediglich 10 Fehlstarts. Die Ariane gilt damit als eine der zuverlässigsten Trägerraketen auf dem hart umkämpften Weltraumtransportmarkt.
Mit diesem historischen Erstflug setzte die europäische Raumfahrt einen Meilenstein in der kommerziellen Raumfahrt. Ein langer Weg, der für alle Beteiligten eine Vielzahl von Hürden und Stolpersteinen bereithielt. Nach dem Kriege bestand in Deutschland zunächst verständlicherweise kein Bedarf an Raketen-Know-how. Eine erste Keimzelle für ein künftiges Raketenprogramm entstand allerdings Ende der fünfziger Jahre in Baden-Württemberg.
Raketenforscher Eugen Sänger gründete in Stuttgart das "Forschungsinstitut für Physik der Strahlantriebe", später dann im Harthäuser Wald bei Heilbronn den geeigneten Standort für ein entsprechendes Testgelände. Im Herbst 1962 begannen auf den neuen Triebwerksprüfständen erste Tests - für ein damals noch nationales Raketenprogramm. Der Prüfstand P2 war bereits für Triebwerke bis zu 100 Tonnen Schub ausgelegt.
Wo sich in Französisch-Guayana vor vier Jahrzehnten noch ein Streifen Savanne und Urwald zwischen den Amazonaswäldern und dem Atlantik befand und einige Bewohner in einem Ort namens Kourou ihr kärgliches Dasein fristeten, befindet sich heute das europäische Raumfahrtzentrum Centre Spatial Guyanais (CSG). Von dort wurden seit Ende 1979 fast 200 europäische Ariane-Raketen mit überwiegend kommerziellen Nutzlasten gestartet. Davon waren lediglich 10 Fehlstarts. Die Ariane gilt damit als eine der zuverlässigsten Trägerraketen auf dem hart umkämpften Weltraumtransportmarkt.
Mit diesem historischen Erstflug setzte die europäische Raumfahrt einen Meilenstein in der kommerziellen Raumfahrt. Ein langer Weg, der für alle Beteiligten eine Vielzahl von Hürden und Stolpersteinen bereithielt. Nach dem Kriege bestand in Deutschland zunächst verständlicherweise kein Bedarf an Raketen-Know-how. Eine erste Keimzelle für ein künftiges Raketenprogramm entstand allerdings Ende der fünfziger Jahre in Baden-Württemberg.
Raketenforscher Eugen Sänger gründete in Stuttgart das "Forschungsinstitut für Physik der Strahlantriebe", später dann im Harthäuser Wald bei Heilbronn den geeigneten Standort für ein entsprechendes Testgelände. Im Herbst 1962 begannen auf den neuen Triebwerksprüfständen erste Tests - für ein damals noch nationales Raketenprogramm. Der Prüfstand P2 war bereits für Triebwerke bis zu 100 Tonnen Schub ausgelegt.
