Missions-Verlängerung bis 2012

Sonden und Experimente erstaunlich robust

Die Dynamik der Venusatmosphäre wurde in diesem Ultraviolettbild der Venus Monitoring Camera (VMC) aus 30.000 Kilometer Entfernung festgehalten. Vom Südpol (unten im Bild) in Richtung der niedrigeren Breitengrade und des Äquators sind zahlreiche unterschiedlich strukturierte, bisweilen gestreifte oder fleckige Wolkenbänder zu sehen. Zum Teil rühren die Kontraste in der hauptsächlich aus Kohlendioxid bestehenden Gashülle von noch nicht näher bekannten Gasmolekülen her, die das UV-Licht absorbieren und zum starken Treibhauseffekt auf der Venus beitragen. In einer "Superrotation", das heißt, mit viel höherer Geschwindigkeit als der Planet selbst, rasen die Wolkenbänder um die Venus.

Die Dynamik der Venusatmosphäre wurde in diesem Ultraviolettbild der Venus Monitoring Camera (VMC) aus 30.000 Kilometer Entfernung festgehalten. Vom Südpol (unten im Bild) in Richtung der niedrigeren Breitengrade und des Äquators sind zahlreiche unterschiedlich strukturierte, bisweilen gestreifte oder fleckige Wolkenbänder zu sehen. Zum Teil rühren die Kontraste in der hauptsächlich aus Kohlendioxid bestehenden Gashülle von noch nicht näher bekannten Gasmolekülen her, die das UV-Licht absorbieren und zum starken Treibhauseffekt auf der Venus beitragen. In einer "Superrotation", das heißt, mit viel höherer Geschwindigkeit als der Planet selbst, rasen die Wolkenbänder um die Venus.

Sowohl für Mars Express als auch für Venus Express war ursprünglich nur eine zweijährige Missionsdauer vorgesehen. "Die beiden Raumsonden und deren Experimente funktionieren nun schon weit über die ursprünglich vorgesehene Missionsdauer hinaus", betont DLR-Wissenschaftler Prof. Jaumann. "Das ist eine großartige technische Leistung der ESA, der europäischen Raumfahrtindustrie und der Forschungseinrichtungen, die gemeinsam die Raumsonden und Instrumente entwickelt haben." Die ältere der beiden Sonden, Mars Express, befindet sich mittlerweile bereits in der dritten Verlängerungsphase. Auf der quasi-polaren, stark elliptischen Umlaufbahn absolvierte der Orbiter bereits mehr als 7400 Marsumrundungen. Dabei kommt die Sonde der Marsoberfläche etwa alle sieben Stunden bis auf 240 Kilometer nahe.

Venus Express hat ebenfalls einen elliptischen Orbit, doch ist dieser mit 24 Stunden genau synchron zur Tageslänge auf der Erde. Bis heute absolvierte Venus Express fast 1300 Venusumrundungen. Die Umlaufbahnen beider Sonden mussten im Missionsverlauf nur selten korrigiert werden. Deshalb reicht in beiden Fällen der Treibstoff für die Missionsverlängerung bis 2012 aus. Für die am Jahresende 2009 beginnende Verlängerungsphase ändert sich die Umlaufbahn der beiden Sonden geringfügig. Mars Express befindet sich seit dem 25. Dezember 2003 in einer Umlaufbahn um den Roten Planeten. Die Schwestersonde Venus Express kam am 11. April 2006 an der Venus an. Insgesamt gibt die ESA für die Verlängerung des Missionsbetriebs von Mars Express und Venus Express etwa 30 Millionen Euro aus. Die Datenaufbereitung für Mars Express wird auch durch die DLR Raumfahrt-Agentur aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Der deutsche Gesamtbeitrag am ESA-Budget beläuft sich auf etwa 25 Prozent und betrug im vergangenen Jahr insgesamt 603 Millionen Euro.

Quelle: DLR - Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
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