Raumstation ISS

Gemeinschaftsprojekt von ESA und NASA

Mit dem MPLM (Multi-Purpose Logistics Module) "Leonardo" wurde auf der STS-128 Mission ein Großteil der Fracht und wissenschaftlichen Experimente an Bord der ISS gebracht. "Leonardo" wurde mithilfe des Canadarm2 entladen und an den "Harmony-Knoten" angeschlossen.

Mit dem MPLM (Multi-Purpose Logistics Module) "Leonardo" wurde auf der STS-128 Mission ein Großteil der Fracht und wissenschaftlichen Experimente an Bord der ISS gebracht. "Leonardo" wurde mithilfe des Canadarm2 entladen und an den "Harmony-Knoten" angeschlossen.

Das Projekt wird von der europäischen Weltraumorganisation ESA und der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA gemeinsam finanziert und in enger Kooperation umgesetzt. Das MSL ist eine Anlage der Europäischen Weltraum-Agentur (ESA) und wurde in das Materials Science Research Rack-1 (MSRR-1) der NASA integriert, das im amerikanischen Forschungsmodul "Destiny" installiert ist. Zentrales Element der Anlage ist eine zylindrische Vakuumkammer (Core Facility, CF), in die ein Ofeneinsatz eingesetzt werden kann. Neben routinemäßigen Wartungsarbeiten beschränkt sich die Crewaktivität im Wesentlichen auf das Einsetzen der Kartuschen (Sample Cartridge Assembly, SCA) in die Anlage und den Anschluss der Sensorik an die Messelektronik.

Die Proben werden bereits am Boden in die SCAs eingebaut. Während der Versuche wird das Probenmaterial zunächst aufgeschmolzen und anschließend durch kontrolliertes Abkühlen mit bestimmten Temperaturgradienten und Erstarrungsgeschwindigkeiten wieder in einen festen Zustand versetzt.

Zusammen mit MSRR-1/MSL und dem ersten Ofeneinsatz (Low Gradient Furnace, LGF) werden mit STS-128 zunächst sechs SCAs aus den beiden wissenschaftlichen Projekten MICAST (Microstructure Formation in Casting of Technical Alloys under Diffusive and Magnetically Controlled Convective Conditions) und CETSOL (Columnar-to-Equiaxed Transition in Solidification Processing) an Bord der ISS gebracht. Im Rahmen der Inbetriebnahme von MSL werden zwei dieser SCAs prozessiert und anschließend für detaillierte Untersuchungen wieder auf die Erde gebracht. Sobald die wissenschaftliche Verwertbarkeit der Ergebnisse bestätigt ist, sollen ab Anfang 2010 die verbliebenen vier SCAs sowie sieben weitere prozessiert werden.

Neben der Durchführung der Versuche ist das Institut für Materialphysik im Weltraum auch an der wissenschaftlichen Auswertung der Ergebnisse von MICAST beteiligt.

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
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