Rückkehr zum Erdtrabanten

LRO auf dem Weg zum Mond

Fast genau 40 Jahre nach der ersten bemannten Mondlandung von Apollo 11 mit Neil Armstrong und Edwin "Buzz" Aldrin heißt es für die NASA nun "Back to the Moon". Der Lunar Reconnaissance Orbiter (kurz LRO) ist Donnerstag Nacht zum Mond gestartet.
Am 18. Juni 2009 öffnet sich für die NASA-Mondmission "Lunar Reconnaissance Orbiter" (LRO) das Startfenster. Die Mission soll mit sechs Experimenten die Datengrundlage für zukünftige Forschungen auf dem Mond schaffen.

Am 18. Juni 2009 öffnet sich für die NASA-Mondmission "Lunar Reconnaissance Orbiter" (LRO) das Startfenster. Die Mission soll mit sechs Experimenten die Datengrundlage für zukünftige Forschungen auf dem Mond schaffen.

Inhalt des Artikels

Datengrundlage für zukünftige Missionen

Ein Jahr im Mondorbit

Zwar werden jetzt keine Astronauten landen – dafür wird aber eine unbemannte Sonde mit sieben High-Tech-Instrumenten den Erdtrabanten in 50 Kilometern Höhe mindestens ein Jahr lang umkreisen. Gestartet wurde die Mondmission am 18. Juni 2009 um 23.32 Uhr Mitteleuropäischer Zeit mit einer schubstarken Atlas V-Rakete. Der Transfer zum Mond wird etwa vier Tage dauern. Ziel der Mission ist es, mit bisher unerreichter Messgenauigkeit wichtige Details des Mondes zu erforschen, die zum einen für die Wissenschaft, aber auch für spätere bemannte Missionen von großer Bedeutung sein werden.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) fördert bei dieser Mondmission zwei deutsche Forschergruppen, eine aus Berlin und eine aus Münster. Die Kosten für die NASA-Mission belaufen sich auf rund 680 Millionen US-Dollar (entspricht etwa 483 Millionen Euro), Deutschland beteiligt sich daran mit rund 600.000 Euro.

Wissenschaftler aus Berlin und Münster beteiligt

Gestartet wird die Mondmission mit einer schubstarken Atlas V-Rakete. Quasi "mit an Bord" sind zwei Wissenschaftler aus Deutschland und ihre Mitarbeiter. Auf deutscher Seite beteiligt ist erstens das Team von Prof. Jürgen Oberst vom DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin beziehungsweise der Technischen Universität Berlin. Seine Forschungsgruppe stellt ihr Fachwissen auf dem Gebiet der geophysikalischen und geodätischen Interpretation in den Dienst der Mission, hauptsächlich für die Daten des Laser-Höhenmessers LOLA (Lunar Orbiter Laser Altimeter).

Auch die Wissenschaftler aus Münster erwarten gespannt die ersten Ergebnisse der Mondmission, insbesondere Prof. Harald Hiesinger vom Institut für Planetologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Er und seine Kollegen bringen ihre Expertise auf dem Gebiet der geologischen Bilddatenauswertung und Altersbestimmung in das NASA-Team ein, und zwar für die Aufnahmen der Mondkamera LROC (Lunar Reconnaissance Orbiter Camera), an der Hiesinger als einziger deutscher Wissenschaftler alsCo-Investigator beteiligt ist.
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