Beobachtungstipp Mai

Paradeobjekte am Frühlingshimmel

Der Frühlingshimmel bietet dem Beobachter Galaxien, Doppelsterne und den hellsten Kugelsternhaufen des Nordhimmels. Unter idealen Bedingungen ist „M 13“ im Herkules bereits mit dem bloßen Auge zu sehen. Die Abkürzung „M“ steht für „Messier“ -- 110 Objekte bietet der „Messier-Katalog“ dem Himmelsbeobachter.
Der Kugelsternhaufen M13 im Herkules

Der Kugelsternhaufen M13 im Herkules

Der kugelförmige Sternhaufen M 13 im Herkules ist ein prominentes Fernglasobjekt. In mondlosen Nächten und fernab störender irdischer Lichtquellen kann man diesen Kugelhaufen schon mit bloßen Augen als mattes, winziges Lichtfleckchen erkennen. Auf alle Fälle sieht man ihn im Feldstecher. Aber erst in einem Teleskop lassen sich die Randpartien von M 13 in einzelne Sterne auflösen. Rund 300.000 Sterne sind hier auf dem relativ kleinen Raum von hundert Lichtjahren Durchmesser versammelt. Mit 25.000 Lichtjahren Entfernung ist M 13 recht weit von uns weg. Er ist der schönste und hellste Kugelhaufen des Nordhimmels.

Ebenfalls im Herkules stößt man auf M 92, einen weiteren Kugelhaufen. M 92 erscheint kleiner und lichtschwächer als M 13. Mit 30.000 Lichtjahren ist er weiter entfernt als M 13 und auch schwieriger zu finden.

Auf die berühmte Galaxie M 104 trifft man etwa 11° westlich von Spica. Sie wurde wegen ihres Aussehens Sombrero-Nebel getauft. M 104 ist 8,3 mag hell und nimmt eine Fläche von 4' x 8' ein. Wer sie in seinem Fernrohr sieht, mag etwas enttäuscht sein, wenn er die prächtigen Aufnahmen aus Astronomiebüchern im Kopf hat. M 104 ist 28 Millionen Jahre entfernt, also zehnmal weiter als M 31, die große Andromeda-Galaxie.

Eine relativ ausgedehnte Galaxie (6') ist M 61. Mit 9,7 mag ist sie allerdings recht lichtschwach. Mit Delta und Eta Virginis bildet sie ein rechtwinkliges Dreieck. Während man M 104 von der Kante her betrachtet, schaut man auf M 61 gewissermaßen von oben herab. Die Spiralstruktur von M 61 ist allerdings nicht leicht auszumachen.

Ein interessanter Doppelstern ist Gamma Virginis oder Porrima mit Eigenname. Zwei gleich helle, weiße Sterne (je 3,5 mag, beide vom Spektraltyp F0) laufen in 170 Jahren umeinander. Der Abstand beider Komponenten wächst zurzeit an und erreicht Mitte 2010 den Wert 1,4". Die beiden Porrima-Sonnen sind 39 Lichtjahre von uns entfernt.


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