Lexikon

Gregorianischer Kalender
Heute weltweit akzeptierter Kalender, der auf Anordnung von Papst Gregor XIII. im Jahr 1582 eingeführt wurde. Der Grund für die Einführung war, dass nach dem vorher gültigen Julianischen Kalender (bei dem jedes vierte Jahr ein Schaltjahr war) die Sonne im Lauf der Zeit dem kalendarischen Frühlingsbeginn vorauslief; 1582 stand sie bereits am 11. statt erst am 21. März im Frühlingspunkt. Um den Kalender mit dem Sonnenstand wieder in Einklang zu bringen, ordnete Papst Gregor XIII. an, dass auf den 4. Oktober 1582 sofort der 15. Oktober zu folgen habe. Es wurden somit 10 Tage aus dem Kalender gestrichen, um den aufgelaufenen Fehler zu korrigieren.

Der Gregorianische Kalender sieht vor, dass alle ohne Rest durch vier teilbaren Jahre Schaltjahre zu 366 Tagen sind. Ausnahme: Restlos durch 100 teilbare Jahre sind keine Schaltjahre, es sei denn, sie sind durch 400 teilbar. So waren 1700, 1800, 1900 keine Schaltjahre, 1600 und 2000 jedoch schon.

Die mittlere Dauer des Gregorianischen Jahres beträgt 365,2425 mittlere Sonnentage. Die Abweichung vom tatsächlichen tropischen Jahr beträgt nur 0,0003 Tage. Dies wird sich erst nach rund 3330 Jahren zu einem ganzen Tag aufsummieren.


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