Erfolgreicher Start

ATV - eine Erfolgsstory

ATV-1 Jules Verne hatte im April 2008 an der ISS angedockt. Das Foto wurde vom Space Shuttle STS 124 aus aufgenommen. Der Transporter ist links in Verlängerung der Mittelachse der Internationalen Raumstation an seinen x-förmigen Solarpanelen zu erkennen.

ATV-1 Jules Verne hatte im April 2008 an der ISS angedockt. Das Foto wurde vom Space Shuttle STS 124 aus aufgenommen. Der Transporter ist links in Verlängerung der Mittelachse der Internationalen Raumstation an seinen x-förmigen Solarpanelen zu erkennen.

"Johannes Kepler" ist noch leistungsfähiger als sein Vorgängermodell, das ATV-1 "Jules Verne". Bereits 2008 hatte es mit seiner erfolgreichen Mission eindrucksvoll die Zuverlässigkeit der neuen Technologie demonstriert. Die Erkenntnisse aus diesem ersten Testflug sind bei der Konstruktion von ATV-2 eingeflossen. Es verfügt außerdem über zwei Kubikmeter mehr nutzbares Volumen und kann rund 300 Kilogramm Nutzlast zusätzlich transportieren.

Doch das ATV dient nicht nur dem Transport von Gütern. Eine weitere wichtige Aufgabe ist das Anheben der Raumstation auf eine höhere Bahnebene mit Hilfe seiner eigenen Triebwerke. Diese Reboost-Manöver befördern die ISS jeweils auf eine fünf bis sieben Kilometer höhere Umlaufbahn. Bei der Astrium GmbH in Bremen schreitet unterdessen der Bau von ATV 3, 4 und 5 mit Hochdruck voran. ATV-3 soll im Sommer zum Weltraumzentrum nach Kourou ausgeliefert werden. Der Start ist im Februar/März 2012 geplant, die folgenden in jeweils jährlichen Abständen.

Ariane-Rakete für ATV-Start optimiert

Bei ihrem 200. Start trug die europäische Ariane-5-Rakete mit ATV-2 die schwerste Nutzlast in den Orbit, die bisher von einem Träger der Ariane-Familie transportiert wurde: stolze 20.100 Kilogramm Gesamtmasse besitzt "Johannes Kepler". Die speziell auf ATV-Missionen zugeschnitten Version Ariane 5ES kam nach dem Start von "Jules Verne" am 9. März 2008 nun zum zweiten Mal zum Einsatz. In ihrer EPS-Oberstufe sorgt ein Aestus-Triebwerk für den Schub, das bei dieser Mission drei Mal gezündet wird.

Quelle: DLR

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