Komet Lulin
Ein lohnendes Objekt für Astrofotografen
![]() © Sven Melchert/Kosmos Verlag |
Aufsuchkarte des Kometen Lulin für die Monate Januar bis März 2009
Das wird sich ändern: Lulin bewegt sich retrograd, also entgegen der Umlaufrichtung der Planeten, durch das Sonnensystem. Wegen der geringen Neigung seiner Bahn gegen die Erdbahnebene von nur 1,5 Grad hält er sich dabei immer in der Nähe der Ekliptik auf. In den kommenden Wochen verlagert er seine Position am Himmel also in nordwestliche Richtung, er durchquert dabei bis zum März 2009 die Sternbilder Jungfrau, Löwe, Krebs und Zwillinge (siehe Aufsuchkarte oben). Der Komet geht zudem immer früher auf, er wird vom Morgenhimmelkomet zum Objekt der ganzen Nacht.
Für die Beobachtung des Kometen sollte der Mond möglichst nicht stören. Die besten Zeiträume für eine erfolgreiche Lulin-Beobachtung sind folglich vom 22. Januar bis zum 5. Februar und vor allem während der Erdnähe des Kometen vom 17. Februar bis zum 2. März. Danach, ab Mitte März, wird der sich dann schon wieder entfernende Komet schnell schwächer werden, und bald nur noch mit Teleskopen aufzuspüren sein.
Wie Lulin Ende Februar ausschauen, wie groß seine Koma und wie lang sein Schweif erscheinen werden, ist naturgemäß schwierig vorherzusagen. Seine Koma könnte bis auf 30 Bogenminuten anwachsen. Das wäre etwa so groß wie der Vollmond. Sein Schweif wird aber voraussichtlich nur einige Grad lang werden, denn wegen der ansonsten für die Beobachtung günstigen Oppositionsstellung des Kometen ist sein Schweif von der Erde nicht besonders gut sichtbar. Weil Lulin Ende Februar ziemlich genau auf einer Linie mit der Erde und der Sonne steht, zeigt sein Schweif im Wesentlichen von uns fort und wird um den 25. Februar durch die Kometenkoma verdeckt. Ein möglicher Ionenschweif sollte anfangs noch westlich des Kometen sichtbar sein, während der Oppositionsstellung verschwinden, und später auf der östlichen Seite wieder auftauchen. Ein Staubschweif würde immer ein wenig „hinterhergeschleppt“ werden, sollte also östlich des Kometen, entgegen seiner Zugrichtung zu sehen sein.
Wie genau sich Lulin auch entwickeln wird – der Komet wird auf jeden Fall ein spannendes Beobachtungsobjekt werden und ein lohnendes Motiv für Astrofotografen. Auf seinem Weg über den Himmel begegnet er vielen Deep-Sky-Objekten, von denen vor allem der offene Sternhaufen M44 im Krebs sowie der Eskimonebel in den Zwillingen genannt werden sollten. Lulin begegnet diesen Objekten am 6. beziehungsweise am 15. März – auf die Aufnahmen dieser Ereignisse darf man sich schon freuen. Auch die Begegnung mit dem Planeten Saturn am 24. Februar – dem Tag der größten Erdannäherung – wird sicherlich ein reizvolles Beobachtungsziel sein.
Jan Hattenbach ist Physiker und freier Wissenschaftsjournalist in Aachen.
Für die Beobachtung des Kometen sollte der Mond möglichst nicht stören. Die besten Zeiträume für eine erfolgreiche Lulin-Beobachtung sind folglich vom 22. Januar bis zum 5. Februar und vor allem während der Erdnähe des Kometen vom 17. Februar bis zum 2. März. Danach, ab Mitte März, wird der sich dann schon wieder entfernende Komet schnell schwächer werden, und bald nur noch mit Teleskopen aufzuspüren sein.
Wie Lulin Ende Februar ausschauen, wie groß seine Koma und wie lang sein Schweif erscheinen werden, ist naturgemäß schwierig vorherzusagen. Seine Koma könnte bis auf 30 Bogenminuten anwachsen. Das wäre etwa so groß wie der Vollmond. Sein Schweif wird aber voraussichtlich nur einige Grad lang werden, denn wegen der ansonsten für die Beobachtung günstigen Oppositionsstellung des Kometen ist sein Schweif von der Erde nicht besonders gut sichtbar. Weil Lulin Ende Februar ziemlich genau auf einer Linie mit der Erde und der Sonne steht, zeigt sein Schweif im Wesentlichen von uns fort und wird um den 25. Februar durch die Kometenkoma verdeckt. Ein möglicher Ionenschweif sollte anfangs noch westlich des Kometen sichtbar sein, während der Oppositionsstellung verschwinden, und später auf der östlichen Seite wieder auftauchen. Ein Staubschweif würde immer ein wenig „hinterhergeschleppt“ werden, sollte also östlich des Kometen, entgegen seiner Zugrichtung zu sehen sein.
Wie genau sich Lulin auch entwickeln wird – der Komet wird auf jeden Fall ein spannendes Beobachtungsobjekt werden und ein lohnendes Motiv für Astrofotografen. Auf seinem Weg über den Himmel begegnet er vielen Deep-Sky-Objekten, von denen vor allem der offene Sternhaufen M44 im Krebs sowie der Eskimonebel in den Zwillingen genannt werden sollten. Lulin begegnet diesen Objekten am 6. beziehungsweise am 15. März – auf die Aufnahmen dieser Ereignisse darf man sich schon freuen. Auch die Begegnung mit dem Planeten Saturn am 24. Februar – dem Tag der größten Erdannäherung – wird sicherlich ein reizvolles Beobachtungsziel sein.
Jan Hattenbach ist Physiker und freier Wissenschaftsjournalist in Aachen.













