Sternenhimmel im Januar

Orion in höchster Stellung

Im Süden haben sich jetzt alle Wintersternbilder versammelt. Kapella im Fuhrmann steht fast im Zenit, Sirius im Großen Hund horizontnah. Von allen Wintersternbildern ist der Orion das prominenteste. Der Mythologie nach ist Orion ein Jäger und Krieger. Seine einprägsame Sternenfigur steht im Januar zur Standardbeobachtungszeit halbhoch im Süden.
Himmelsanblick zur Monatsmitte um 22 Uhr

Himmelsanblick zur Monatsmitte um 22 Uhr

Orion passiert gerade die Mittagslinie, auch Meridian genannt. Ein heller, rötlicher Stern deutet die östliche Schulter an: Er heißt Beteigeuze (Alpha Orionis). Der zweite helle Stern erster Größe soll den westlichen Fuß des Jägers andeuten. Er funkelt in einem bläulich weißen Licht und heißt Rigel (Beta Orionis). Beteigeuze und Rigel sind arabische Namen und bedeuten „Schulter“ beziehungsweise „Fuß“. Zwischen Beteigeuze und Rigel stehen drei Sterne auffällig in einer Reihe. Sie sollen den Gürtel des Orion darstellen.

Tief im Südosten flackert unübersehbar der blauweiße Sirius. Er ist der Hauptstern des Sternbildes Großer Hund (Alpha Canis Maioris). Mit -1,5 Größenklassen ist Sirius der hellste Fixstern am irdischen Himmel. Nur noch Venus und Jupiter sowie gelegentlich Mars übertreffen Sirius an Helligkeit.

Ein wenig höher als Sirius steht der gelbliche Stern Prokyon (Alpha Canis Minoris) im Kleinen Hund. Prokyon bedeutet auf Griechisch soviel wie „Vorhund“: Prokyon geht in unseren Breiten vor Sirius auf, er kündigt mit seinem Auftauchen am Osthorizont den baldigen Aufgang des Sirius an.

Blickt man senkrecht nach oben, so sieht man einen hellen, gelblichen Stern erster Größenklasse, die Kapella (Alpha Aurigae), Hauptstern des Fuhrmanns. Der Sage nach ist der Fuhrmann (lat.: Auriga) der Erbauer des Himmelswagens. Knapp südwestlich vom Fuhrmann ist der Stier beheimatet mit seinem orange-gelben Hauptstern Aldebaran (Alpha Tauri) und den beiden offenen Sternhaufen Hya-den und Plejaden. Dem Stier folgen im Tierkreis die Zwillinge, die im Wesentlichen von zwei Sternen-ketten dargestellt werden. An den östlichen Enden beider Ketten stehen zwei helle Sterne: Kastor (Alpha Geminorum) und Pollux (Beta Geminorum).


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