Europäische Raumfahrt
1968 - Die glücklose Europa-Rakete
Nach umfangreichen Testläufen sollte die erste Europa-Rakete im Spätherbst 1968 von Woomera aus starten. Doch dieser erste Start scheiterte. Auch ein zweiter Start im Sommer 1969 geriet zum Misserfolg, erst ein knappes Jahr später gelang der erste erfolgreiche Start - wenngleich noch keine Nutzlast mitgeführt werden konnte und der Flug ebenfalls mit Problemen behaftet war.
Bei der Analyse der Fehlschläge trat schnell ein beträchtliches Defizit in der technisch-wissenschaftlichen Kooperation und Abstimmung der beteiligten Länder zutage. Hinzu kamen unterschiedliche Bewertungen des Vorhabens aus politischer Sicht, die letztlich den Erfolg vereitelten. Zwar gab es weitere Startversuche, namentlich auf Drängen Frankreichs hin begannen sogar erste Entwicklungsarbeiten zu einer Europa-3-Rakete. Dennoch beschloss die ELDO im Frühjahr 1971 die Einstellung des kompletten Europa-Raketenprogramms.
Mit der Gründung der europäischen Weltraumorganisation ESA im Jahr 1975 veränderte sich die Qualität der Zusammenarbeit fast schlagartig. Innerhalb weniger Jahre gelang es den Europäern, mit der Ariane 1 einen Satellitenträger zu bauen, der ihnen nicht nur den sehnlich erwarteten eigenen Zugang zum Weltraum ermöglichte, sondern den Trägerraketen der damaligen führenden Raumfahrtmächte UdSSR und USA die Stirn bot. Gleichzeitig beförderte die eigene Trägerrakete auch die Realisierung der visionären wissenschaftlichen und technologischen Ziele der ESA und Europas. Ohne sie wären die heutigen Erfolge europäischer Raumfahrtunternehmen auf dem Weltmarkt nicht denkbar.
Ständige Verbesserungen und Leistungssteigerungen sowie ihre hohe Zuverlässigkeit ließen die Ariane zum erfolgreichsten kommerziellen Nutzlastträger weltweit aufsteigen. Nach der Ariane 1 und einem kurzzeitigen Intermezzo mit den Weiterentwicklungen Ariane 2 und 3 entstand innerhalb der Basis-Version Ariane 4 gleich eine ganze Trägerraketen-Familie, um deren Verkauf und Marketing sich seit 1980 das speziell dafür gegründete Unternehmen Arianespace kümmerte. Heute obliegt der Firma die wirtschaftliche Vermarktung des aktuellen Einsatzträgers Ariane 5, mit dem die ESA einst sogar in die bemannte Raumfahrt einsteigen wollte.
Jetzt waren auch die institutionellen und strukturellen Voraussetzungen für das Gelingen eines europäischen Weltraum-Verbundvorhabens endlich gegeben. Zudem verfügte Frankreich mit seinen Einrichtungen in Kourou über einen denkbar geeigneten Startplatz für eine künftige europäische Trägerrakete.
Bei der Analyse der Fehlschläge trat schnell ein beträchtliches Defizit in der technisch-wissenschaftlichen Kooperation und Abstimmung der beteiligten Länder zutage. Hinzu kamen unterschiedliche Bewertungen des Vorhabens aus politischer Sicht, die letztlich den Erfolg vereitelten. Zwar gab es weitere Startversuche, namentlich auf Drängen Frankreichs hin begannen sogar erste Entwicklungsarbeiten zu einer Europa-3-Rakete. Dennoch beschloss die ELDO im Frühjahr 1971 die Einstellung des kompletten Europa-Raketenprogramms.
Mit der Gründung der europäischen Weltraumorganisation ESA im Jahr 1975 veränderte sich die Qualität der Zusammenarbeit fast schlagartig. Innerhalb weniger Jahre gelang es den Europäern, mit der Ariane 1 einen Satellitenträger zu bauen, der ihnen nicht nur den sehnlich erwarteten eigenen Zugang zum Weltraum ermöglichte, sondern den Trägerraketen der damaligen führenden Raumfahrtmächte UdSSR und USA die Stirn bot. Gleichzeitig beförderte die eigene Trägerrakete auch die Realisierung der visionären wissenschaftlichen und technologischen Ziele der ESA und Europas. Ohne sie wären die heutigen Erfolge europäischer Raumfahrtunternehmen auf dem Weltmarkt nicht denkbar.
Ständige Verbesserungen und Leistungssteigerungen sowie ihre hohe Zuverlässigkeit ließen die Ariane zum erfolgreichsten kommerziellen Nutzlastträger weltweit aufsteigen. Nach der Ariane 1 und einem kurzzeitigen Intermezzo mit den Weiterentwicklungen Ariane 2 und 3 entstand innerhalb der Basis-Version Ariane 4 gleich eine ganze Trägerraketen-Familie, um deren Verkauf und Marketing sich seit 1980 das speziell dafür gegründete Unternehmen Arianespace kümmerte. Heute obliegt der Firma die wirtschaftliche Vermarktung des aktuellen Einsatzträgers Ariane 5, mit dem die ESA einst sogar in die bemannte Raumfahrt einsteigen wollte.
Jetzt waren auch die institutionellen und strukturellen Voraussetzungen für das Gelingen eines europäischen Weltraum-Verbundvorhabens endlich gegeben. Zudem verfügte Frankreich mit seinen Einrichtungen in Kourou über einen denkbar geeigneten Startplatz für eine künftige europäische Trägerrakete.
