Mars500 Studie

Crew für Mars500 Studie steht

Die vier europäischen Teilnehmer der 105 Tage andauernden simulierten Marsmission wurden heute in Paris der Presse präsentiert. Im März nächsten Jahres werden zwei der Teilnehmer vier Russen in die Isolationsanlage in Moskau begleiten.
Die Teilnehmer sind stolz darauf aus 5600 Bewerbern ausgewählt worden zu sein

Die Teilnehmer sind stolz darauf aus 5600 Bewerbern ausgewählt worden zu sein

Jennifer Ngo-Anh, Managerin des Mars500 Programms, betonte, dass die vier Kandidaten hoch motiviert seien und sich trotz aller Ambitionen als teamfähig erwiesen hätten. Redshift-live berichtete über den Auswahlprozess der vier Kandidaten aus den einstmals 5600 Bewerbern.

Haupt- und Ersatzmannschaft
Nach der Absolvierung einer zweimonatigen Trainingsperiode für die Mission werden zwei Kandidaten als Hauptmannschaft ausgewählt, um die vier Russen in die speziell dafür hergestellte Anlage zu begleiten. Die anderen zwei Teilnehmer werden als Ersatz bis zum letzten Moment bereit stehen.
Die vier Kandidaten sind Cedric Mabilotte (34), Cyrille Fournier (40), Arc'hanmael Gaillard (32) alle drei aus Frankreich, sowie Oliver Knickel (28) aus Deutschland.

Eine besondere Erfahrung
Es ist keine Überraschung, dass alle vier Männer sehr stolz sind ausgewählt worden zu sein. „Ich fühle mich geehrt und bin neugierig auf das Projekt“ sagt Cederic Mabilotte aus Paris. Fournier ergänzt: „Ich weiß, dass das Mars500 Programm wichtig für die ESA ist und ich hoffe, dass es auch wichtig für die Raumfahrt ist. Es ist also eine große Verantwortung dafür Sorge zu tragen, dass die Experimente korrekt verlaufen und interessante Resultate liefern.“

Die Meisten von uns würden sich nicht gerade darauf freuen 15 Wochen in einem kleinen abgeschlossenen Raum mit fünf anderen Menschen zu verbringen, aber Gaillard, ein Elektrotechniker aus Rennes, ist zuversichtlich: „Ich habe mehrere Jahre in einem Reinraum gearbeitet und daran gewöhnt in eng begrenztem Raum zu arbeiten. Ich freue mich darauf Lösungen vorschlagen zu können, die ultimativ dazu führen werden eine reale Marsmission zu verbessern.“

Die Kandidaten haben schon angefangen darüber nachzudenken, was sie in die Anlage mitnehmen möchten. Oliver Knickel, ein Maschinenbauer bei der Bundeswehr, plant nicht irgendetwas Besonderes mitzunehmen: „Wahrscheinlich ein paar Familienbilder, vielleicht ein wenig Musik und Bücher, so dass ich etwas habe um die Zeit tot zu schlagen.“

Herausforderungen
Alle vier Kandidaten sind sich einig, es wird schwierig werden für so lange von Freunden und Familie getrennt zu sein. Knickel glaubt, dass die größte individuelle Herausforderung darin besteht die Studie erfolgreich zu meistern. „Rein zu gehen und erfolgreich teilnehmen“, erklärt Knickel, „ Die ganze Zeit nicht aufzugeben und die gesamte Mission zu beenden.“

„Das Schwierigste werden wahrscheinlich die kleinen Details des Alltags – etwas, dass wir nicht erwartet haben“, ergänzt Fournier. „Es ist leichter sich auf etwas vorzubereiten und etwas zu trainieren was man erwartet und plant, aber wenn etwas Unvorhergesehenes passiert, ist man nicht bereit dafür.“

Das Training der vier Teilnehmer startet bereits im Januar in Moskau. Die sechsköpfige Mannschaft wird die 105 Tage andauernde Studie am 24. März 2009 beginnen.
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