Wasser auf dem Mond

Das Ergebnis!

Vor wenigen Wochen erstaunte die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA die Welt, indem sie eine Raketenstufe auf den Mond aufprallen ließen und direkt danach eine Raumsonde, die den aufgewirbelten Staub analysieren sollte und nun ist die sensationelle Erkenntnis da: es gibt tatsächlich Wasser auf dem Mond.

Die Entdeckung der Wasservorräte "eröffnet ein neues Kapitel in unserem Verständnis des Mondes", sagte der Nasa-Mondexperte Anthony Colaprete. Über die Stimmung unter den Wissenschaftern sagte er: "Wir sind alle ekstatisch." Der Chef-Mondforscher der Behörde, Michael Wargo, sagte: "Wir lösen nun die Geheimnisse unseres nächsten Nachbarn und des gesamten Sonnensystems."

Laut Colaprete gibt es in der untersuchten Kraterregion am Südpol des Mondes «nicht nur ein bisschen Wasser, sondern bedeutende Vorkommen». Das Wasser sei wahrscheinlich Milliarden Jahre alt und habe sich in gefrorener Form in einer sogenannten permanenten Schattenregion des Mondes erhalten, in die niemals ein Sonnenstrahl fällt.

Astronomen gingen seit langem davon aus, dass es auf dem Mond Eisvorräte geben könnte. Durch die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Lcross-Mission wurde die Vermutung nun zur Gewissheit.

Mondwasser dürfte für künftige bemannte Missionen auf den Erdtrabanten von grosser Bedeutung sein - es könnte beispielsweise in seine chemischen Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt und zu Luft oder Raketentreibstoff umgewandelt werden.

Den Nasa-Forschern zufolge sind noch viele Fragen etwa zur Konzentration oder zur Verteilung des Wassers auf dem Mond ungeklärt. Es sei aber «mit Sicherheit» zu sagen, dass es auf dem Mond Wasser gebe, sagte Colaprete. Auch die Herkunft des Wassers sei ungeklärt. Eine Möglichkeit sei, dass es mit einem Kometen auf den Mond gekommen sei.

Quelle: NASA