Ende einer Mision

Kontakt zu indischer Mondsonde abgerissen

Nachdem am vergangenen Wochenende der Funkkontakt zur Mondsonde Chandrayaan-1 aus bisher unbekannten Gründen abgebrochen ist, hat die indische Raumfahrtbehörde ISRO mitgeteilt, dass man die Sonde nun aufgegeben hat. Damit ist die erste indische Mondmission beendet.

Mit dem Start der Mondsonde "Chandrayaan-1" im Oktober 2008 (wir berichteten) war Indien in den exklusiven Kreis der Länder mit eigenen Mondmissionen eingetreten, zu denen bisher die USA, Russland, Europa, Japan und China zählen.

Bereits im Mai hatte "Chandrayaan-1" kurz vor dem Scheitern gestanden. Grund war damals der Ausfall eines Instruments zur Ausrichtung der Sonde gewesen, weshalb diese zu überhitzen drohte. Die Forscher hatten dann improvisiert, eines der Gyroskope aktiviert und auf diese Weise den 80 Millionen Dollar teuren Satelliten vorerst gerettet.

Insgesamt konnte Chandrayaan-1 mehr als 70.000 detailreiche Aufnahmen der Mondoberfläche machen und hat enorme Mengen an wissenschaftlichen Beobachtungs- und Analysedaten geliefert.

Schon für das kommende hat Indien mit "Chandrayaan-2" eine Nachfolgemission geplant, bei der auch ein Mond-Rover auf der Oberfläche des Erdtrabanten abgesetzt werden soll.

"Chandrayaan-1" war am 22. Oktober 2008 vom südindischen Weltraumbahnhof Satish Dhawan nördlich der Stadt Madras gestartet. Die 1.380 Kilogramm schwere Sonde sollte den Mond zwei Jahre lang in 100 Kilometern Höhe umkreisen und unter anderem nach Wasser suchen. An Bord sind elf Messinstrumente aus Indien, den USA und Europa.

Quelle: Indische Weltraumagentur ISRO