Woche 33

Wie kam Saturn zu seinen Ringen?

Bereits im 17. Jahrhundert wurde das Ringsystem des Planeten Saturn mit Hilfe der ersten Teleskope entdeckt. Der französische Astronom Giovanni Domenico Cassini vermutete bald, dass sich die Ringe aus einzelnen Partikeln zusammensetzen.
Die dem Bild zugrunde liegenden Einzelaufnahmen machte die Raumsonde Cassini am 19. Januar 2007. Um auch den dunklen Teil der Ringe abzubilden, wurden Belichtungs-Zeiten verwendet, die den Saturn selber überbelichtet beziehungsweise weiß darstellen. Ein Teil der Ringe liegt in Saturns Schatten.

Die dem Bild zugrunde liegenden Einzelaufnahmen machte die Raumsonde Cassini am 19. Januar 2007. Um auch den dunklen Teil der Ringe abzubilden, wurden Belichtungs-Zeiten verwendet, die den Saturn selber überbelichtet beziehungsweise weiß darstellen. Ein Teil der Ringe liegt in Saturns Schatten.

In der Tat bestehen die Saturnringe nicht aus einem Stück, sondern aus Eisbrocken und Gestein, die den Saturn umkreisen. Die Größe der Partikel reicht von Staub-Körnern bis zu mehrere Meter großen Felsen. Zwischen den Ringen befinden sich unterschiedlich große Lücken. In manchen dieser Lücken umkreisen kleinere Monde den Saturn. Die Dicke der Ringe beträgt nur etwa 10 bis 100 Meter, obwohl der äußere Ring einen Durchmesser von fast einer Million Kilometer hat.
Der Ursprung der Saturnringe

Über den Ursprung der Saturnringe wird noch diskutiert, aber Modellrechnungen und Messungen der nach Cassini benannten Raumsonde legen nahe, dass das Ringsystem bereits bei der Bildung des Sonnensystems vor rund 4,6 Milliarden Jahren aus einer Staub- und Eiswolke entstand. Wie die Aufnahmen der Cassini-Sonde zeigen, werden die Ringe zudem laufend mit Material von einigen der Monde gespeist, die in den Ringlücken den Saturn umkreisen. Zum Beispiel verteilt ein kleiner Mond sein Material entlang seiner Umlaufbahn und bildet auf diese Weise den so genannten G-Ring. Die Ringe des Saturns wurden in der Reihenfolge ihrer Entdeckung benannt und werden von innen nach außen als D-, C-, B-, A-, F-, G- und E-Ring bezeichnet.

Der E-Ring wird vom Mond Enceladus gespeist. Beobachtungen - ebenfalls von der Raumsonde Cassini - zeigen, dass Geysire auf Enceladus salzhaltige Eispartikel ins All schleudern, die in den E-Ring wandern und sich dort ansammeln. Man vermutet daher, dass sich unter der Oberfläche von Enceladus ein Ozean verbirgt.

Hier finden Sie die Astrofragen der vorherigen Wochen.

DLR-Deutsches Zentrum für Luft und Raumfahrt
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Diese Aufnahmen von Cassini entstanden im letzten Herbst aus ca. 1,2 Millionen Kilometern Entfernung, im Abstand von zehn Minuten. Sie zeigen das neue Objekt, das als kleiner Strich in einem hellen Bogen des lichtschwachen G-Rings sichtbar ist. Wegen der langen Belichtungszeit von 46 Sekunden erscheint der neue Himmelskörper als Strich, der sich aber im Gegensatz zu den Strichspuren der Sterne, mit den anderen Objekten im Ring weiter bewegt.
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