Himmelsdurchmusterung
Ehrgeizige Studie untersucht Sternkinderstuben
Zum Auftakt des VISTA Magellanic Cloud Survey der ESO, einer anspruchsvollen Durchmusterung der Magellanschen Wolken (den beiden nächsten Nachbargalaxien unserer Milchstraße) und ihrer Umgebung, ist Astronomen eine eindrucksvolle Aufnahme des Tarantelnebels in der Großen Magellanschen Wolke gelungen. Die großformatige Ansicht dieser Sternentstehungsregion, aufgenommen im nahen Infrarot mit dem VISTA-Teleskop, zeigt ein detailreiches Bild des Nebels seiner sternreichen Umgebung am Himmel.
![]() © ESO/M.-R. Cioni/VISTA Magellanic Cloud survey |
Aufnahme des Tarantel-Nebels
"Dieses Bild zeigt eine der am häufigsten untersuchten Sternentstehungsgebiete in unserer kosmischen Nachbarschaft: die spektakuläre Region 30 Doradus, besser bekannt unter dem Namen Tarantelnebel. Im Zentrum dieser Region liegt ein großer Sternhaufen mit der Bezeichnung RMC 136, in dem sich einige der massereichsten Sterne befinden, die bislang beobachet wurden", erläutert Maria-Rosa Cioni von der Universität Hertfordshire in Großbritannien, die Leiterin des Teams, das die Studie durchführt.
Das VISTA-Teleskop der ESO ist ein neues Durchmusterungsteleskop am Paranal-Observatorium in Chile. VISTA ist mit einer großen Kamera ausgestattet, die im nahinfraroten Bereich des elektromagnetischen Spektrums empfindlich ist. Damit lassen sich bei vielen astronomischen Objekten Unmengen von Details sichtbar machen, die neue Erkenntnisse über den Ablauf astronomischer Phänomene liefern können. Nahinfrarotes Licht hat eine längere Wellenlänge als sichtbares Licht und ist für das menschliche Auge nicht direkt wahrnehmbar. Im Gegensatz zum sichtbaren Licht kann es durch den Staub hindurchdringen, der uns im Universum häufig die Sicht auf dahinter liegende Objekte versperrt. Infrarotlicht ist daher besonders gut geeignet, um Objekte wie junge Sterne zu untersuchen, die noch immer von den Resten der Gas- und Staubwolken umhüllt sind, aus denen sie einst entstanden sind. Eine weitere wichtige Besonderheit von VISTA ist das große Gesichtsfeld der Kamera, das es ermöglicht, mit jeder einzelnen Aufnahme große Himmelsfelder abzubilden.
Die neue Aufnahme stammt aus dem VISTA Magellanic Cloud Survey (VMC, wörtlich die “Durchmusterung der Magellanschen Wolken mit VISTA”). Ziel des Projekts ist es, mit dem VISTA-Teleskop die Himmelsregion zu dokumentieren, in dem sich die zwei nächsten Nachbargalaxien der Milchstraße befinden, die Große und die Kleine Magellansche Wolke. Die riesige Fläche von 184 Quadratgrad entspricht beinahe der tausendfachen Fläche, die der Vollmond am Himmel einnimmt. Auf Basis dieser Beobachtungen werden die Astronomen eine detaillierte Untersuchung der dreidimensionalen Struktur der Magellanschen Wolken und des Verlaufs der Sternentstehung in den beiden Galaxien vornehmen können.
“Die VISTA-Aufnahmen werden es uns ermöglichen, unsere Untersuchungen von den innersten Bereichen des Tarantelnebels bis zu den unzähligen kleineren umliegenden Sternentstehungsgebieten auszudehnen, die eine große Anzahl junger massereicher Sterne enthalten. Mit den neuen Infrarotaufnahmen können wir mitten in die Kokons aus Gas und Staub hineinschauen und zusehen, wie sich solche massereichen Sterne bilden. Gleichzeitig können wir die Wechselwirkung dieser Sternenembryos mit den älteren Sternen in der Gegend analysieren”, ergänzt VMC-Teammitglied Chris Evans.
Die Großfeldaufnahme zeigt eine Schar unterschiedlichster Objekte: Das helle Gebiet oberhalb der Bildmitte ist der Tarantelnebel, mit dem Sternhaufen RMC 136 aus massereichen Sternen in seinem Zentrum. Links davon befindet sich der Sternhaufen NGC 2100 und rechts – winzig klein – der Überrest der Supernova SN1987A. Unterhalb der Bildmitte liegen weitere Sternentstehungsgebiete, unter anderem NGC 2083 und NGC 2080, auch bekannt als Geisterkopfnebel.
Quelle: ESO
Das VISTA-Teleskop der ESO ist ein neues Durchmusterungsteleskop am Paranal-Observatorium in Chile. VISTA ist mit einer großen Kamera ausgestattet, die im nahinfraroten Bereich des elektromagnetischen Spektrums empfindlich ist. Damit lassen sich bei vielen astronomischen Objekten Unmengen von Details sichtbar machen, die neue Erkenntnisse über den Ablauf astronomischer Phänomene liefern können. Nahinfrarotes Licht hat eine längere Wellenlänge als sichtbares Licht und ist für das menschliche Auge nicht direkt wahrnehmbar. Im Gegensatz zum sichtbaren Licht kann es durch den Staub hindurchdringen, der uns im Universum häufig die Sicht auf dahinter liegende Objekte versperrt. Infrarotlicht ist daher besonders gut geeignet, um Objekte wie junge Sterne zu untersuchen, die noch immer von den Resten der Gas- und Staubwolken umhüllt sind, aus denen sie einst entstanden sind. Eine weitere wichtige Besonderheit von VISTA ist das große Gesichtsfeld der Kamera, das es ermöglicht, mit jeder einzelnen Aufnahme große Himmelsfelder abzubilden.
Die neue Aufnahme stammt aus dem VISTA Magellanic Cloud Survey (VMC, wörtlich die “Durchmusterung der Magellanschen Wolken mit VISTA”). Ziel des Projekts ist es, mit dem VISTA-Teleskop die Himmelsregion zu dokumentieren, in dem sich die zwei nächsten Nachbargalaxien der Milchstraße befinden, die Große und die Kleine Magellansche Wolke. Die riesige Fläche von 184 Quadratgrad entspricht beinahe der tausendfachen Fläche, die der Vollmond am Himmel einnimmt. Auf Basis dieser Beobachtungen werden die Astronomen eine detaillierte Untersuchung der dreidimensionalen Struktur der Magellanschen Wolken und des Verlaufs der Sternentstehung in den beiden Galaxien vornehmen können.
“Die VISTA-Aufnahmen werden es uns ermöglichen, unsere Untersuchungen von den innersten Bereichen des Tarantelnebels bis zu den unzähligen kleineren umliegenden Sternentstehungsgebieten auszudehnen, die eine große Anzahl junger massereicher Sterne enthalten. Mit den neuen Infrarotaufnahmen können wir mitten in die Kokons aus Gas und Staub hineinschauen und zusehen, wie sich solche massereichen Sterne bilden. Gleichzeitig können wir die Wechselwirkung dieser Sternenembryos mit den älteren Sternen in der Gegend analysieren”, ergänzt VMC-Teammitglied Chris Evans.
Die Großfeldaufnahme zeigt eine Schar unterschiedlichster Objekte: Das helle Gebiet oberhalb der Bildmitte ist der Tarantelnebel, mit dem Sternhaufen RMC 136 aus massereichen Sternen in seinem Zentrum. Links davon befindet sich der Sternhaufen NGC 2100 und rechts – winzig klein – der Überrest der Supernova SN1987A. Unterhalb der Bildmitte liegen weitere Sternentstehungsgebiete, unter anderem NGC 2083 und NGC 2080, auch bekannt als Geisterkopfnebel.
Quelle: ESO









