Woche 31

Warum sind nicht alle Himmelskörper kugelrund?

Für die Menschen in der Antike war der Himmel göttlichen Ursprungs und musste folglich in Aufbau und Form perfekt sein: Die Astronomen versuchten daher, in Himmelskörpern und ihren Bewegungen die perfekte geometrische Form zu entdecken: Kugel und Kreis.
Die Abbildung ermöglicht den Größenvergleich der fünf Asteroiden Gaspra, Eros, Ida, Vesta, Ceres und des Planeten Mars (als Kreisschnitt im unteren Bilddrittel).

Die Abbildung ermöglicht den Größenvergleich der fünf Asteroiden Gaspra, Eros, Ida, Vesta, Ceres und des Planeten Mars (als Kreisschnitt im unteren Bilddrittel).

Sterne, Planeten und deren Monde sind uns auch heute als kugelförmige Körper bekannt. Kleinere Himmelskörper wie Asteroiden und Kometen sind jedoch oft unregelmäßig geformt und ihre Gestalt erinnert eher an die von Kartoffeln. Wie kommt es dazu?

Die Form eines Körpers wird durch die Wechselwirkung zwischen seiner Schwerkraft und seiner Festigkeit verursacht. Kleine Asteroiden und Kometen haben eine geringe Schwerkraft, die nicht ausreicht, ihre größeren Felsen in eine kugelförmige Verteilung zu zwingen. Die Schwerkraft der deutlich größeren Monde und Planeten ist hingegen so stark, dass sie diese Himmelskörper zu Kugeln formt. Zwar gibt es auf der Oberfläche von Planeten immer noch Unebenheiten wie Berge und Täler - die werden aber mit zunehmender Gravitation immer kleiner. (Siehe dazu auch die Astronomische Frage aus Woche 4: Welches ist der höchste Berg in unserem Sonnensystem?) Abhängig von der jeweiligen materiellen Zusammensetzung des Himmelskörpers können schon einige hundert Kilometer Durchmesser ausreichen, damit er eine Kugelform erreicht - die größten Asteroiden Ceres und Vesta haben bereits eine ausgeprägte Kugelgestalt.
Die Form der Himmelskörper - nicht perfekt

Auch die Rotation, also die Drehung um die eigene Achse, spielt für die Form von Himmelskörpern eine wichtige Rolle. Der Asteroid Kleopatra beispielsweise dreht sich in nur 5,3 Stunden einmal um sich selbst und hat deshalb die in die Länge gezogene Form einer Hantel: Er ist 217 Kilometer lang, während sein Durchmesser nur bei rund 90 Kilometern liegt. Auch die großen Planeten werden durch ihre Rotation verformt. Je schneller ein Planet rotiert, desto breiter wird er am Äquator und desto platter an den Polen. Auch unsere Erde ist keine perfekte Kugel. Ihr Durchmesser ist zwischen den Polen 42,7 Kilometer kleiner als am Äquator.

Hier finden Sie die Astrofragen der vorherigen Wochen.

DLR-Deutsches Zentrum für Luft und Raumfahrt
» Artikel drucken
Weitere Artikel zum Thema:
Erst die so genannte Falschfarben-Darstellung macht deutlich, wie hoch sich der Olympus Mons über die Marsoberfläche erhebt.
Woche 4

Welches ist der höchste Berg unseres Sonnensystems?

» zum Artikel
Die maßstabsgetreue Fotomontage zeigt den Planeten Erde, den Erdmond und den Asteroiden Ceres. Letzterer gehört seit 2006 zur Klasse der Zwergplaneten.
Woche 19

Wo ist der Planet zwischen Mars und Jupiter?

» zum Artikel
Der Asteroid 243 Ida - bislang keine Gefahr für die Erde
Woche 21

Wie lässt sich ein Asteroiden-Einschlag verhindern?

» zum Artikel
Suchen
Astronomie Software

Redshift 8 Premium

Redshift 8 Premium

Die professionelle Planetarium-Software der neuesten Generation » mehr

Redshift 8

Redshift 8

Das PC-Planetarium der nächsten Generation für Einsteiger und Fortgeschrittene » mehr

Redshift Astronomie

Redshift - Astronomie für iOS

Die beliebte Astronomie-Software Redshift – für iPhone, iPad und iPod touch! » mehr

Redshift Astronomie

Redshift Astronomie

Das PC-Planetarium der nächsten Generation für Einsteiger - Mac-Version » mehr