Planetariumspremiere für Planck und Herschel

Planck und Herschel erforschen das "unsichtbare" Universum

Die ESA-Missionen Planck und Herschel starten im neuen ESA-Planetariumsprogramm bereits auf einer Ariane 5 in den Orbit.

Die ESA-Missionen Planck und Herschel starten im neuen ESA-Planetariumsprogramm bereits auf einer Ariane 5 in den Orbit.

Sven, ein Journalist, verfolgt im DLR-Kontrollzentrum in Darmstadt den Start einer Ariane 5, die mit einer besonderen Fracht bestückt ist: den Weltraumteleskopen Herschel und Planck. Nachdem der Start geglückt ist, möchte Sven wissen, wozu so teure Raumsonden gebaut werden, und wird – zusammen mit den Zuschauern - auf eine Reise ins unsichtbare Universum geschickt. Staubnebel wie jene im Orion sind für uns undurchdringlich – für Herschel jedoch sind sie transparent. So erhoffen sich die Wissenschaftler von Herschel neue Erkenntnisse über die Entstehung von Sternen und die Bildung von Planetensystemen.

Planck betrachtet einen völlig anderen Teil des elektromagnetischen Spektrums und der uns bekannten Zeit: Im Mikrowellenbereich erstellt er eine neue Karte des frühen Universums, die uns neue Erkenntnisse über den Urknall liefern soll. In der Show ist zu sehen, wie Herschel und Planck sich von der Oberstufe lösen und gemeinsam zu ihrem Ziel, dem Lagrangepunkt 2, aufbrechen.
Peter Habison, Leiter des Wiener Planetariums, begrüßte die Gäste der Premierenveranstaltung mit einem Überblick über die Entstehung der Show und einer Vorstellung der an der Erstellung beteiligten Personen. Vor der Show bot Salim Ansari von ESA/ESTEC einen Überblick über vergangene und aktuelle Weltraummissionen der ESA in Sachen Himmelsbeobachtung. Im Anschluss daran hatten die Gäste die Möglichkeit, im geselligen Rahmen mit dem Planetariumsteam und Wissenschaftlern über die Inhalte der Show zu plaudern. Unter den Gästen waren Jocelyne Landeau-Constantin von der ESA, Franz Kerschbaum, der am Weltraumteleskop Herschel mitgearbeitet hat und dessen Start von Kourou aus mitverfolgen wird, und drei weitere österreichische Planetariumsdirektoren. Alles in allem ein runder und gelungener Abend!

Maria Pflug-Hofmayr, Der Orion
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