Lexikon

Teleskop
Wörtlich "Fernseher", von griechisch "tele" - fern und "skopein" - sehen. Optisches Gerät zur Beobachtung des Sternenhimmels. Hauptbestandteil eines Teleskops ist das Objektiv, das aus einer oder mehreren Sammellinsen oder Spiegeln bestehen kann. Der Objektivdurchmesser ist maßgebend für die Leistung eines Teleskops. Diese besteht zum einen in der höheren Auflösung gegenüber dem freien Auge und zum anderen in der Licht sammelnden Wirkung des Instruments. Dabei nimmt die Auflösung linear mit dem Durchmesser des Objektivs zu, der Lichtgewinn jedoch quadratisch mit dem Objektivdurchmesser. Mit Teleskopen lassen sich somit mehr Einzelheiten erkennen als mit bloßem Auge, und wegen der Licht sammelnden Wirkung lassen sich auch Sterne sehen, die wegen ihrer Lichtschwäche mit unbewaffnetem Auge nicht zu sehen sind.

Man unterscheidet zwei Hauptgruppen von Teleskopen: die Linsenteleskope (Refraktoren) und die Spiegelteleskope (Reflektoren). Linsenteleskope haben als Objektiv eine oder eine Kombination mehrerer Linsen, die das Licht sammeln und in der Brennebene bündeln, in der das Bild des Objektes erzeugt wird. Spiegelteleskope haben als Objektiv einen Hohlspiegel (Konkavspiegel). Ein zweiter, kleinerer Spiegel, der so genannte Sekundär- oder Fangspiegel, lenkt das Licht aus dem Strahlengang hinaus. Betrachtet wird das vom Objekt erzeugte Bild bei beiden Teleskoparten durch ein Okular, das wie eine Lupe wirkt. Meist gehören zu einem Fernrohr mehrere Okulare, damit man die Vergrößerung variieren kann.

Bei modernen Großteleskopen wird die Spiegelform durch Stellglieder mehrfach in der Sekunde den optischen und den Lageverhältnissen angepasst. Dadurch können die störenden Luftturbulenzen sowie Verformungen durch die Stellung des Spiegels weitgehend ausgeschaltet werden. In solchen Fällen spricht man von "adaptiver" und "aktiver Optik".

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