Lexikon

Sternentstehung
Die Sterne sind nicht gleichzeitig mit der Bildung des Universums entstanden, sondern nacheinander im Laufe der Geschichte des Weltalls. Der Sternentstehungsprozess ist auch heute noch nicht abgeschlossen, immer noch entstehen in bestimmten Gebieten (zum Beispiel im Orion-Nebel) neue Sterne.

Sterne bilden sich aus interstellaren Gas- und Staubwolken. Bei der Sternentstehung spielt die Gravitation die dominierende Rolle, sie bewirkt den Kollaps von interstellaren Materiewolken. Die Schwerkraft lässt die Wolken zu kugelförmigen Objekten schrumpfen, wobei die Zentraltemperatur ansteigt. Ab einer bestimmten Temperatur und Dichte zündet im Innern der Kugel das Atomfeuer, Wasserstoffatomkerne werden zu Heliumatomkernen verschmolzen (Wasserstoffbrennen). Ein neuer Stern ist entstanden.

Die physikalischen Vorgänge, die bei der Sternentstehung ablaufen, können heute in leistungsfähigen Computern simuliert werden. Daher weiß man, dass eine Reihe von Randbedingungen erfüllt sein muss, damit sich aus interstellarer Materie Sterne bilden können.

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