Lexikon

Sternbild
Gruppe von Sternen, die zusammengefasst als Figur am Himmel leicht zu erkennen ist. Die Fantasie der Menschen ließ sie unter den Sternanordnungen verschiedene Sagengestalten wie Götter, Menschen, Tiere oder Gegenstände erkennen. Danach wurden die Sternbilder von einzelnen Völkern unterschiedlich benannt. Die meisten von uns heute benutzten Sternbilder stammen von den Griechen und Römern, die wiederum die Bezeichnungen für die Sternbilder von den alten Babyloniern oder Ägyptern übernommen hatten. Die Sterne eines Sternbildes stehen aber am Himmel räumlich häufig nicht nahe beieinander, sondern sind oft verschieden weit von uns entfernt.

Um Ordnung unter den vielen verschiedenen Sternbildbezeichnungen zu schaffen, hat die Internationale Astronomische Union im Jahr 1925 einen verbindlichen Katalog von 88 festgelegten Sternbildern herausgegeben. Neben der Bezeichnung wurde damit auch das Gebiet am Himmel genau festgelegt, das ein Sternbild überdeckt. Danach gibt es beispielsweise keinen Großen Wagen, sondern diese Himmelsfigur ist Teil des Sternbildes Großer Bär. Die Sternbilder wurden international mit lateinischen Namen belegt und haben eine dreibuchstabige Abkürzung (s. Tab. "Die Sternbilder").

Je nach Jahreszeit findet man unterschiedliche Sternbilder am Himmel. Da ein Sterntag vier Minuten kürzer ist als ein Sonnentag, gehen alle Sterne täglich um vier Minuten früher auf und unter. Somit ändert sich der Himmelsanblick zur gleichen Uhrzeit im Laufe des Jahres. Nach drei Monaten hat sich der Sternenhimmel bereits um ein Viertel weitergedreht, wenn man zur gleichen Uhrzeit das Firmament betrachtet. Deshalb spricht man von Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Wintersternbildern. Mit Hilfe einer drehbaren Sternkarte lässt sich der sichtbare Himmelsausschnitt zu einem bestimmten Datum und einer bestimmten Uhrzeit leicht ermitteln.

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