Lexikon

Sonnenflecken
Bereits Anfang des 17. Jahrhunderts entdeckten unabhängig voneinander Galileo Galilei, David Fabricius und Christoph Scheiner, dass auf der Sonne dunkle Flecken auftauchen, deren Häufigkeit alle elf Jahre besonders hoch ist. Sonnenflecken sind gewaltige Sturmgebiete magnetischen Ursprungs in der Photosphäre der Sonne. Im Inneren der Sonnenflecken sinkt die Temperatur im Vergleich zur Umgebung um 1000 bis 1500 Grad ab. Durch die Kontrastwirkung erscheinen die Sonnenflecken dunkel im Vergleich zur ungestörten Sonnenumgebung. Könnte man einen Sonnenflecken aus der Sonne herauslösen, erschiene er nachts aber immer noch heller als der Vollmond.

Die größeren Sonnenflecken zerfallen in zwei Zonen: den dunklen Kern (Umbra) und den etwas weniger dunklen Hof (Penumbra, s. Abb.). Sonnenflecken verändern im Lauf von Tagen und Wochen ihr Gestalt und Form, dann verschwinden sie wieder und neue entstehen. Sie erscheinen aber keineswegs auf der ganzen Sonnenkugel, sondern sind auf zwei Zonen parallel zum Sonnenäquator beschränkt. Meist treten sie in mehr oder weniger großen Gruppen auf. Anhand von Sonnenflecken lässt sich über Tage hinweg die Rotation der Sonne beobachten.


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