Lexikon

Sonne
Zentralkörper des Sonnensystems. Die Sonne ist der größte und massereichste Körper unseres Sonnensystems. Sie vereinigt fast die gesamte Masse des Sonnensystems in ihrem riesigen Gasleib.

Sie ist ein Stern, unser nächster Nachbarstern, eine heiße, selbst leuchtende Gaskugel, die ihre gewaltige Energieausstrahlung in Form von Licht und Wärme durch atomare Kernverschmelzungsprozesse (Verwandlung von Wasserstoff in Helium) deckt. Dabei verwandelt sie bei Temperaturen um 14 Millionen Grad in ihrem Inneren pro Sekunde rund 600 Millionen Tonnen Wasserstoff in Helium, wobei sie vier Millionen Tonnen an Masse verliert und in Energie umwandelt.

Die Sonne ist astronomisch gesehen ein gewöhnlicher Durchschnittsstern, was ihren Durchmesser, ihre Leuchtkraft und ihre Masse betrifft. In der Astrophysik wird die Sonne gewissermaßen als Normstern angesehen. Die Eigenschaften der anderen Sterne werden in Sonneneinheiten angegeben (Sonnenleuchtkräfte, Sonnenmassen, Sonnendurchmesser). Im Mittel ist die Sonne knapp 150 Millionen Kilometer (1 AE) von der Erde entfernt, eine Strecke, die das Licht in 8 1/3 Minuten überbrückt. Die Masse der Sonne entspricht 333.000 Erdkugeln. Ihr Durchmesser von 1,4 Millionen Kilometern entspricht 109 aneinander gereihten Erdgloben (siehe auch Tabelle).

Das Alter der Sonne beträgt knapp fünf Milliarden Jahre. In weiteren fünf Milliarden Jahren wird sie sich zu einem Roten Riesenstern aufblähen und später zu einem Roten Überriesenstern werden mit dem Tausendfachen ihrer heutigen Leuchtkraft. Dieser Zustand wird nur für kurze Zeit andauern. Die Sonne wird anschließend ihre äußere Gashülle in einem Planetarischen Nebel abstoßen und als Weißer Zwerg noch Milliarden Jahre vor sich hin glimmen.

Die Sonne wird häufig als "Stern des Lebens" bezeichnet, da die Erde ohne ihre Strahlungsenergie ein toter, lebloser Felsklotz wäre. Das gesamte Leben auf der Erde verdankt seine Existenz der Sonnenenergie.


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