Lexikon

Solstitium
Sonnenwende, Plural: Solstitien, lat., wörtlich "Sonnenstillstände". Zu Sommer- und Winterbeginn erreicht die Sonne ihren größten Abstand vom Himmelsäquator. Nach Passieren des Sommer- oder Winterpunktes nähert sie sich wieder dem Himmelsäquator. Die Sonne wendet also ihre Bewegungsrichtung in Deklination zu Sommer- und Winterbeginn, dies sind die so genannten Sonnenwenden oder Solstitien.

Passiert die Sonne den Winterpunkt, so nimmt die Sonnenhöhe mittags am Himmel nicht mehr weiter ab, sondern die Sonne steigt anschließend wieder langsam empor. Dies ist um den 21. Dezember herum der Fall. Damit beginnt der Winter auf der Nordhalbkugel der Erde. Nach der Passage des Sommerpunktes sinkt die Sonnenhöhe wieder langsam ab, dies ist etwa am 21. Juni der Fall, zu Sommerbeginn.

Zwischen den Solstitien pendelt die Sonne zwischen -23,4° bis +23,4° Deklination am Himmel. Für uns macht sich dies durch die jahreszeitlich variierende Mittagshöhe des Sonnenstandes bemerkbar.

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