Lexikon

Planetarischer Nebel
Expandierende Gashülle um einen alternden Stern, die häufig in der Form eines Ringnebels zu beobachten ist. Ein Planetarischer Nebel stellt eine Art Übergangsstadium dar zwischen einem Roten Riesen und einem Weißen Zwerg. Sterne schleudern in fortgeschrittenen Lebensstadien ihre äußere Gashülle ab.

Übrig bleibt ein sehr heißer Sternkern (Oberflächentemperaturen weit über 100.000 Grad), der sich allmählich zu einem Weißen Zwerg entwickelt. Diese heißen Zentralsterne senden eine intensive Ultraviolettstrahlung aus, die die expandierende Gashülle zum eigenen Leuchten anregt. Die Erscheinung ist in kosmischen Maßstäben gesehen relativ kurzlebig von nur einigen zehntausend Jahren Dauer.

Planetarische Nebel haben nichts mit Planeten zu tun. Sie heißen nur so, weil sie im Teleskop bei geringer Vergrößerung ähnlich aussehen wie die sonnenfernen und lichtschwachen Planeten Uranus und Neptun - sie erscheinen wie diese als kleine, grünliche Scheibchen.

Zu den bekanntesten Planetarischen Nebeln zählt der Hantelnebel im Sternbild Füchschen und der Ringnebel in der Leier (s. Abb. oben). Man schätzt, dass in unserem Milchstraßensystem rund 100.000 Planetarische Nebel existieren. Davon sind bisher etwa 1500 katalogisiert. Auch unsere Sonne wird in ferner Zukunft einen Planetarischen Nebel erzeugen.

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