Lexikon

Planet
Wandelstern. Himmelskörper, der um eine Sonne (einen Stern) kreist. Unsere Sonne besitzt neun große Planeten und weit über hunderttausend Kleinplaneten. Die neun großen Planeten heißen in der Reihenfolge ihres Abstandes von der Sonne: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto. Planeten senden kein eigenes Licht aus, sondern sie reflektieren das Sonnenlicht. Sie laufen auf Keplerbahnen (Ellipsen) um die Sonne. Die meisten Planetenbahnen sind dabei nahezu kreisförmig. Als innere Planeten bezeichnet man Merkur und Venus, die innerhalb der Erdbahn um die Sonne kreisen. Alle Planeten außerhalb der Erdbahn zählen zu den äußeren Planeten.

Merkur, Venus, Erde und Mars bilden die Gruppe der erdähnlichen (terrestrischen) Planeten, das innere Planetensystem. Sie bestehen hauptsächlich aus Gestein und Metall und besitzen eine feste Oberfläche, die entweder direkt dem freien Weltraum ausgesetzt oder von einer vergleichsweise dünnen atmosphärischen Hülle umgeben ist. Sie rotieren relativ langsam und werden nur von wenigen oder gar keinen Monden umkreist. Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun zählen zu den Gasriesen. Sie enthalten leichte Elemente wie Wasserstoff und Helium, während der Anteil an Gestein und Metallen relativ gering ist. Sie haben riesenhafte Ausmaße, rotieren vergleichsweise schnell, werden von zahlreichen Monden umkreist und verfügen darüber hinaus über ein System von Eis- und Staubringen.

Pluto ist ein Sonderfall, er gehört zu den größten Objekten des Kuiper-Gürtels sein, in dem zahlreiche Kleinplaneten (so genannte Trans-Neptun-Objekte, TNO) die Sonne umkreisen. Inzwischen zählt er zu den Zwergplaneten.

Neuere Untersuchungen haben ergeben, dass auch andere Sterne von Planeten umkreist werden. Planeten außerhalb unseres Sonnensystems werden als Exoplaneten bezeichnet.

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