Lexikon

Mondbahn
Der natürliche Trabant der Erde, unser Erdmond, beschreibt eine elliptische Bahn um den Schwerpunkt des Systems Erde-Mond, auch Keplerbahn genannt. Seine mittlere Entfernung von der Erde beträgt 384.401 Kilometer. In Erdnähe (Perigäum) kommt er bis auf fast 356.000 Kilometer an die Erde heran, in Erdferne (Apogäum) trennen ihn knapp 407.000 Kilometer von uns.

Die Mondbahn ist um rund 5° zur Erdbahnebene (Ekliptik) geneigt. Die Schnittpunkte der Mondbahn mit der Ekliptik heißen Knoten oder Drachenpunkte. Die Bezeichnung Drachenpunkte geht auf die alten Chinesen zurück, die glaubten, dass bei einer Sonnen- oder Mondfinsternis ein Drache die Sonne bzw. den Mond kurzzeitig verschlingt. Denn Finsternisse können nur eintreten, wenn sich der Neu- bzw. Vollmond in oder nahe einem der beiden Knoten befindet.

Gemeinsam mit der Erde wandert der Mond in einem Jahr um die Sonne. Die Mondbahn ist dabei aber keine Schlangenlinie, wie man leicht meinen könnte. Vielmehr ist die konkave Seite der Mondbahn stets zur Sonne gerichtet, das heißt, die Mondbahn ist stets von der Sonne weg gewölbt, da der Abstand Erde-Mond verglichen mit dem von Erde-Sonne sehr klein ist. Er beträgt nur 1 : 400.

Die Mondbahn bleibt nicht raumfest. Die Apsidenlinie (Verbindungslinie Perigäum-Apogäum) dreht sich rechtläufig in knapp neun Jahren einmal vollständig herum. Die Bahnknoten wiederum bewegen sich rückläufig in einem Zeitraum von 18,61 Jahren durch die gesamte Ekliptik.

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