Lexikon

Mond
Der einzige natürliche Trabant der Erde, der uns in 27 Tagen und knapp acht Stunden umkreist. Mit 3476 Kilometern ist der Monddurchmesser nur ein Viertel so groß wie der der Erde. Die Mondmasse beträgt 1/81 der Erdmasse, die mittlere Mondentfernung misst 384.401 Kilometer. Der Mond, auch als Erdmond im Gegensatz zu den Monden der anderen Planeten bezeichnet, beschreibt eine elliptische Bahn um unseren Planeten. Er kann bis auf 356.400 Kilometer an die Erde herankommen (Erdnähe, Perigäum). Seine maximale Distanz von uns beträgt 406.700 Kilometer (Erdferne, Apogäum).

Die Phasen (Lichtgestalten) des Mondes eignen sich als natürliche Zeitanzeiger. Der Monat ist aus dem Lauf des Mondes abgeleitet. Von Neumond bis zum nächstfolgenden Neumond vergehen im Mittel 29 Tage, zwölf Stunden und 44 Minuten (volle Lunation oder synodischer Monat). Ein Viertel eines synodischen Monats ist eine Woche. Es folgen aufeinander: Neumond - Erstes Viertel (zunehmender Halbmond) - Vollmond - Letztes Viertel (abnehmender Halbmond) - Neumond.

Der Mond dreht sich in derselben Zeit um die eigene Achse, in der er um die Erde läuft (gebundene Rotation). Somit kehrt er uns immer die gleiche Seite zu. Durch die Erscheinung der Libration kann man jedoch von der Erde 59 Prozent der Mondoberfläche, also etwas mehr als die halbe Mondkugel sehen. Die Mondrückseite ist nur mit Raumfahrzeugen zu beobachten, die den Mond umrunden. Sie wurde erstmals von der sowjetischen Mondsonde Luna 3 im Oktober 1959 fotografiert.

Schon mit bloßen Augen sieht man helle und dunkle Gebiete auf dem Mond. Im Fernglas oder besser im Teleskop erkennt man zahlreiche Krater und Ringwälle, alles stumme Zeugen gewaltiger kosmischer Einschläge. Die dunklen Flächen sind mit Lava gefüllte Tiefebenen, die man als Maria (lat.: Meere, Einzahl: Mare) bezeichnet. Früher dachte man nämlich, auf dem Mond gäbe es Ozeane. Am besten sind die Mondformationen in der Nähe der Lichtgrenze (Terminator) zu beobachten, da dort durch das flach einfallende Sonnenlicht alle Erhebungen lange, tiefschwarze Schatten werfen und die Mondlandschaft recht plastisch wirkt. Wegen der fehlenden Lufthülle auf dem Mond erscheinen alle Schatten scharf begrenzt. Die Krater und Ringwälle wurden nach berühmten Persönlichkeiten benannt wie Aristarch, Archimedes, Plato, Kepler, Kopernikus usw. Die Maria erhielten fantasievolle Namen wie Mare Imbrium, Regenmeer, oder Oceanus Procellarum, Ozean der Stürme. Da der Mond atmosphärelos ist, heizt sich das Mondgestein im Sonnenlicht bis auf +120 Grad Celsius auf. In der vierzehntägigen Mondnacht sinkt die Bodentemperatur bis zu -130 Grad ab.

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