Lexikon

Mitteleuropäische Zeit
Die Mitteleuropäische Zeit ist die Zonenzeit für Mitteleuropa, abgekürzt MEZ. Sie ist die mittlere Sonnenzeit (Ortszeit) des Meridians 15° östlich von Greenwich, der durch die Städte Görlitz und Gmünd in Niederösterreich geht.

Im Zeitalter des Verkehrs ist es unpraktisch, wenn jeder Standort seine eigene individuelle Ortszeit verwendet. Deshalb hat man Ende des 19. Jahrhunderts in vielen Staaten Zonenzeiten eingeführt. Sie gelten jeweils für eine Zone von 15 Längengrad Breite. Die Zeitzone für die Westeuropäische Zeit entspricht der Weltzeit, das ist die Ortszeit des Meridians, der durch die alte Sternwarte von Greenwich bei London geht (Nullmeridian der Erde). Die Mitteleuropäische Zeit geht somit gegenüber der Weltzeit (WZ oder UT = Universal Time) um eine Stunde vor. Ist es in Greenwich zwölf Uhr Mittag, so ist es nach Mitteleuropäischer Zeit bereits ein Uhr Nachmittag (13 Uhr). Die Osteuropäische Zeit geht um zwei Stunden gegenüber der Weltzeit vor: OEZ = UT + 2 h. Die Sommerzeit geht im Vergleich zur entsprechenden Zonenzeit jeweils um eine Stunde vor.

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