Lexikon

Kulmination
Gipfelstellung eines Gestirns infolge der täglichen Rotation der Erde. Kulminiert ein Gestirn, so passiert es den Meridian. Es erreicht dann seine höchste Stellung über dem Horizont und steht exakt in der Süd-(Nord-) Richtung. Kulminiert die Sonne, so ist es zwölf Uhr Mittag wahrer Sonnenzeit. Alle Schatten sind dann am kürzesten. Die Höhe eines Gestirns bei der Kulmination über dem Südpunkt am Horizont entspricht: 90° minus geografischer Breite plus Deklination des Gestirns. So hat die Sonne beispielsweise zu Sommerbeginn eine Deklination von +23,5°. Bei 50° geografischer Breite entspricht ihre Kulminationshöhe daher: h = 90°-50° + 23,5° = 63,5°.

Neben der oberen Kulmination, bei der die Gestirne den Meridian im höchsten Punkt im Süden oberhalb des Horizonts passieren, durchlaufen sie ihn bei der unteren Kulmination im Norden unterhalb des Horizonts. Lediglich Gestirne, die in einer bestimmten geografischen Breite zirkumpolar sind und daher nicht untergehen, sind auch bei ihrer unteren Kulmination über dem Horizont zu beobachten.


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