Lexikon

Konjunktion
Begegnung von Gestirnen, selten auch als "Gleichschein" bezeichnet. Haben z.B. zwei Wandelsterne (Planeten), zu denen man in diesem Fall auch Sonne und Mond rechnet, die gleiche ekliptikale Länge, so spricht man von Konjunktion. Überholt beispielsweise der schnellere Mars den langsameren Saturn am Himmel, so sagt man "Mars steht in Konjunktion mit Saturn".

Üblicherweise werden die Konjunktionsstellungen der Planeten mit der Sonne angegeben. Steht ein Planet in Konjunktion (Verbindung) mit der Sonne, so hält er sich am Taghimmel auf und bleibt daher nachts unbeobachtbar. Kommt der Mond in Konjunktion mit der Sonne, so haben wir Neumond. Der Neumond wird nur beobachtbar, wenn er als dunkle Scheibe vor die Sonne tritt, bei einer Sonnenfinsternis also.

Bei den inneren Planeten Merkur und Venus unterscheidet man zwischen unterer und oberer Konjunktion. Überholen diese Planeten die Erde auf der Innenbahn, so stehen sie in Richtung der Sonne, also in Konjunktion, wobei der Planet sich zwischen Erde und Sonne befindet. Diese Stellung wird untere Konjunktion genannt. In unterer Konjunktion kann es gelegentlich zu einem Durchgang (Transit) eines inneren Planeten vor der Sonne kommen. Steht die Sonne zwischen einem inneren Planeten und der Erde, also in der Reihenfolge Erde - Sonne - Planet, so ist von der Erde aus gesehen der Planet hinter der Sonne zu finden. In diesem Fall spricht man von oberer Konjunktion. Die Bezeichnung "unten" und "oben" geht auf das geozentrische Weltbild zurück, nach dem alle Gestirne "oberhalb" der Erdscheibe zu finden sind.

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