Lexikon

Kernfusion
Verschmelzung von leichteren zu schwereren Atomkernen. In den ersten drei Minuten wurden im Feuerball des Urknalls lediglich Wasserstoff, Helium und Deuterium (schwerer Wasserstoff) gebildet. Alle schwereren Elemente wurden später in massereichen Sternen im Laufe ihres Lebens zusammengebacken. Die Kernfusion spielt bei der Energieerzeugung der Sterne die wesentliche Rolle. Die wichtigste Kernfusion, die den Energiebedarf der Sterne für viele Millionen und Milliarden von Jahren deckt, ist die Verschmelzung von vier Wasserstoffatomkernen (Protonen) zu einem Heliumatomkern (Alpha-Teilchen), das so genannte Wasserstoffbrennen. Kernfusionen finden nur bei sehr hohen Temperaturen und extremen Materiedichten statt. Solche Zustände finden sich im tiefen Inneren der Sterne.

Durch Sternexplosionen werden die schwereren Elemente ins Weltall geschleudert, wo sie die interstellare Materie anreichern. So bestehen wir, die Erde und alle Planetensysteme aus "Sternenstaub", da sich Planetensysteme zusammen mit ihren Sternen aus interstellarer Materie bilden.


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