Lexikon

Keplersche Gesetze
Die Grundgesetze der Planetenbewegung, die der Astronom Johannes Kepler (1571-1630) aus Weil der Stadt aufgestellt hat. Sie lauten:

1. Die Bahnen der Planeten sind Ellipsen, in deren einem Brennpunkt die Sonne steht (Keplerbahn).

2. Der Radiusvektor (Verbindungslinie Sonne-Planet) überstreicht in gleichen Zeiten gleiche Flächen (Flächensatz). Daraus folgt, dass ein Planet in Sonnennähe (Perihel) schneller läuft als in Sonnenferne (Aphel).

3. Die Quadrate der Umlaufzeiten der Planeten verhalten sich wie die Kuben (dritten Potenzen) ihrer mittleren Entfernungen von der Sonne.

Die Keplerschen Gesetze gelten universell für so genannte Zentralbewegungen, also auch für die Bahnen von Monden um ihre Planeten oder für die Bewegungen der Kometen und Meteoroide im Sonnensystem. Mit dem dritten Keplerschen Gesetz lässt sich aus der Umlaufzeit eines Himmelskörpers seine mittlere Entfernung vom Zentralkörper errechnen. Die Keplerschen Gesetze folgen aus der Newtonschen Mechanik. Kepler fand seine Gesetze jedoch rein empirisch auf der Grundlage des hervorragenden Datenmaterials des Astronomen Tycho Brahe, ohne das Gravitationsgesetz von Isaac Newton zu kennen.

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