Lexikon

Kalender
Zeiteinteilung für den bürgerlichen Gebrauch nach Jahren, Monaten, Wochen und Tagen. Schon im Altertum zog man drei astronomische Vorgänge heran, um den Ablauf der Zeit festzustellen, die Zeit einzuteilen und Kalender aufzustellen: die Erdrotation, den Umlauf des Mondes um die Erde und den Umlauf der Erde um die Sonne. In der Kalenderrechnung werden daher folgende Zeitmaßstäbe benutzt:

Mittlerer Sonnentag: Zeit zwischen zwei aufeinander folgenden Kulminationen der mittleren Sonne.

Monat: Zeitspanne von zwei aufeinander folgenden gleichen Mondphasen, zum Beispiel von Neumond bis zum darauf folgenden Neumond. Diese Zeitspanne wird synodischer Monat genannt.

Jahr: Das tropische Sonnenjahr ist die Zeitspanne zwischen zwei aufeinander folgenden Durchgängen der Sonne durch den Frühlingspunkt.

Da die Längen aller drei Zeitspannen, mittlerer Sonnentag, synodischer Monat und tropisches Jahr in keinem ganzzahligen Verhältnis stehen, besteht für die Kalendermacher das Problem, durch entsprechende Schaltregeln den Zeitablauf an das tropische Sonnenjahr anzupassen. Der bei uns gültige Kalender ist der Gregorianische Kalender, in früherer Zeit galt der Julianische Kalender. Daneben gibt es so genannte Lunisolarkalender (Mond-Sonnen-Kalender) sowie reine Mondkalender.

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