Lexikon

Julianischer Kalender
Von Gaius Julius Caesar im Jahr 46 v. Chr. eingeführter Kalender, der nach ihm benannt wurde. Der Julianische Kalender bezieht sich nur auf den Sonnenlauf und nicht - wie die so genannten Lunisolarkalender - zusätzlich noch auf den Mondlauf.

Nach dem Julianischen Kalender ist jedes restlos durch vier teilbare Jahr ein Schaltjahr mit 366 statt 365 Sonnentagen. Die Idee des Schaltjahres geht auf die alten Ägypter zurück. Bereits im Jahr 238 v. Chr. hatte König Ptolemaios III. Euergetes im Edikt von Kanopus festgelegt, dass im ägyptischen Kalender an jedes vierte Jahr ein Schalttag (ein sechster Epagomenen) anzuhängen war. In Ägypten setzte sich diese Anordnung jedoch nicht durch. Erst als Caesar bei seinem Besuch bei Kleopatra in Ägypten von dieser Schaltung erfuhr, beauftragte er seinen Berater, den alexandrinischen Mathematiker Sosigenes, für die römische Kalenderreform die Methode des Schaltjahres zu berücksichtigen.

Im Mittel ergibt sich so im Julianischen Kalender eine Jahreslänge von 365,25 Tagen. Dies ist aber gegenüber dem tropischen Jahr um rund zwölf Minuten zu lang, so dass im Laufe der Zeit die Sonne dem kalendarischen Frühlingsbeginn davonlief. Deshalb führte Papst Gregor XIII. im Jahr 1582 den Gregorianischen Kalender ein, in dem diese Abweichung bis auf einen kleinen Rest eliminiert ist.

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