Lexikon

Infrarotastronomie
Modernes Teilgebiet der Astronomie, in dem die Infrarotstrahlung des Weltalls beobachtet und ausgewertet wird. Die Infrarotstrahlung ist der langwellige Teil des elektromagnetischen Spektrums, der auch als Wärmestrahlung bezeichnet wird und dessen Wellenlängen zwischen 800 Nanometer (1 Nanometer = 1 Milliardstel Meter) und 0,1 Millimeter liegen.

Längere Wellen bezeichnet man als Submillimeter und Millimeterstrahlung, zu kürzeren Wellen hin gelangt man in den Bereich des sichtbaren Lichts. In erster Linie erhalten wir auf der Erde Infrarotstrahlung von kosmischen Objekten vergleichsweise niedriger Temperatur (wie kühleren Sternen sowie von staubreichen Objekten wie entstehenden Planetensystemen, interstellaren Staubwolken, Kernen aktiver Galaxien und dem Zentrum unserer eigenen Galaxis). Um die Infrarotstrahlung zu beobachten, muss man nach Möglichkeit den absorbierenden Wasserdampf in unserer Atmosphäre meiden. Deshalb baut man Infrarotobservatorien in großen Höhen und trockenen Gebieten. Ferner setzt man Infrarotteleskope in hoch fliegende Flugzeuge ein oder beobachtet mit speziellen Satelliten aus dem Weltall.


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