Lexikon

Himmelsäquator
Großkreis an der Himmelskugel, der durch den Schnitt der Äquatorebene der Erde mit der gedachten Himmelskugel entsteht (s. Abb.). Mit anderen Worten: Der Himmelsäquator ist der auf die gedachte Himmelskugel projizierte Erdäquator. Der Himmelsäquator teilt die Himmelskugel in eine Nord- und eine Südhälfte. Gestirne, die auf dem Himmelsäquator liegen, haben die Deklination 0°.

Der Himmelsäquator ist an einem bestimmten Ort auf der Erde jeweils so weit aus der Horizontebene herausgekippt, wie es dem Komplementärwinkel der geografischen Breite entspricht (Komplementärwinkel der geografischen Breite = 90° minus geografische Breite). Für Beobachter in einer Breite von 50° ist er um 40° gegenüber dem Horizont gekippt. Für Beobachter an den Polen der Erde fällt der Himmelsäquator mit dem Horizont zusammen. Für einen Beobachter auf dem Erdäquator steigt der Himmelsäquator durch den Ostpunkt gehend senkrecht in die Höhe, zieht durch den Zenit und sinkt senkrecht durch den Westpunkt am Horizont hinab. Verlängert gedacht geht er als voller Kreis auch durch den Nadir (Fußpunkt, 180° gegenüber vom Zenit).


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