Lexikon

Helligkeit
Die Helligkeit der Sterne wird in Größenklassen (oder kurz Größen) angegeben, eine Einteilung, die auf den antiken, griechischen Astronomen Hipparchos von Nikaia zurückgeht. Sterne erster Größe sind sehr hell, Sterne zweiter Größe etwas schwächer, Sterne sechster Größe sind gerade noch mit freiem Auge sichtbar. Es gibt auch Sterne, die noch heller sind als erste Größe, sie kennzeichnet man als nullter Größe bzw. mit negativen Zahlen (s. auch Tabelle "Die 20 hellsten Sterne"). Venus wird beispielsweise bis zu -4 m, 7 hell, der Mond hat -13 und die Sonne -26 Größenklassen. Sterne schwächer als 6. Größe sind mit bloßem Auge nicht zu sehen. Abgekürzt wird die Helligkeitseinheit Größenklasse mit m (für lateinisch Magnitudo = Größe).

Eine Helligkeitsdifferenz von fünf Größenklassen entspricht einem Verhältnis von 1 : 100 in der Strahlungsintensität. Dies bedeutet, dass erst 100 Sterne sechster Größe auf einen Punkt zusammengenommen die Helligkeit von einem Stern erster Größe ergeben. Die Größenklassenskala ist somit ein logarithmisches Maß für die Helligkeit der Sterne.

Man unterscheidet zwischen scheinbarer und absoluter Helligkeit. Die scheinbare Helligkeit gibt an, wie hell uns ein Stern am Himmel erscheint. Die absolute Helligkeit hingegen entspricht der scheinbaren Helligkeit, mit der uns ein Stern in einer Normentfernung von 10 Parsec (32,6 Lichtjahre) erscheinen würde (Einheit M ). Sind beide Helligkeiten bekannt, so kann man aus der Differenz zwischen der scheinbaren und der absoluten Helligkeit auf die Entfernung eines Gestirns bzw. einer Galaxie schließen.

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