Lexikon

Gesichtsfeld
Der im Teleskop sichtbare Ausschnitt der Himmelskugel. Der Durchmesser dieses so genannten wahren Gesichtsfeldes wird üblicherweise im Winkelmaß angegeben.

Ein Fernglas hat ein Gesichtsfeld von etwa 5°. Bei Teleskopen sind die Gesichtsfelder vom verwendeten Okular abhängig. Selbst bei kleineren Fernrohren sind sie meist nicht größer als 0,5° bis 1°, bei größeren Fernrohren mit entsprechend hohen Vergrößerungen kann das wahre Gesichtsfeld bis auf wenige Bogenminuten zusammenschrumpfen. Grundsätzlich gilt: Je höher die Vergrößerung, desto kleiner das Gesichtsfeld. Bei einem Gesichtsfeld von einem halben Grad passen Mond oder Sonne gerade komplett in den Beobachtungsbereich.

Unter dem scheinbaren Gesichtsfeld eines Okulars versteht man den Winkel, unter dem der Durchmesser der Gesichtsfeldblende von der Mitte der Austrittspupille aus erscheint. Bei normalen Okularen liegt der Wert zwischen 25° und 45°. Bei Weitwinkelokularen überschreitet er meist 60°.

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