Lexikon

Extinktion
"Auslöschung". Schwächung des Sternlichts durch die irdische Atmosphäre oder den interstellaren Staub. Die an der Extinktion beteiligten Prozesse sind die Absorption (Verschlucken) und Streuung (Richtungsablenkung) des Lichts durch die Atome und Moleküle in der Erdatmosphäre bzw. der interstellaren Materie.

Die atmosphärische Extinktion ist abhängig von der Höhe eines Gestirns über dem Horizont. Je tiefer das Gestirn steht, desto länger muss sein Licht durch die irdische Atmosphäre laufen, um den Beobachter zu erreichen. Dadurch erleidet es eine starke Schwächung. In Horizontnähe beträgt die Extinktion fünf Größenklassen.

Die Dämpfung des Lichts ist wellenlängenabhängig. Blaues (kurzwelliges) Licht wird stärker gestreut als rotes (langwelliges) Licht. Deshalb erscheinen Gestirne in Horizontnähe gerötet und deswegen sehen wir das Streulicht der Sonne als Himmelsblau. Die Extinktion wird in Horizontnähe außerdem noch verstärkt durch Aerosole (Schwebeteilchen, Staub-, Rußpartikel usw.).

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