Lexikon

Eigenbewegung
Auch die Fixsterne zeigen Verschiebungen relativ zueinander trotz ihres Namens, der vermuten lässt, dass sie immer und ewig am selben Ort verweilen. Wegen ihrer großen Entfernungen sind die Ortsveränderungen der Fixsterne allerdings mit bloßen Augen selbst nach einigen Jahrhunderten kaum zu registrieren. Mit genauen Messungen lassen sie sich jedoch durchaus bestimmen.

Durch Positionsmessungen kann man diese so genannten Eigenbewegungen der Fixsterne ermitteln, gemeint sind hierbei die Verschiebungen tangential zur Himmelskugel, also senkrecht zur Sichtlinie des Beobachters. Sie werden üblicherweise in Bogensekunden pro Jahr oder in Bogensekunden pro Jahrhundert angegeben. Die wirkliche tangentiale, lineare Geschwindigkeit in Kilometer pro Sekunde lässt sich erst ermitteln, wenn auch die Entfernung des Sterns bekannt ist. Die tatsächliche Raumgeschwindigkeit des Sterns setzt sich dann zusammen aus der Eigenbewegungskomponente (senkrecht zur Sichtlinie) und der Radialgeschwindigkeit (in Richtung der Sichtlinie).

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