Lexikon

CCD-Kamera
Abkürzung für Charge-Coupled-Device, wörtlich: ladungsgekoppeltes Gerät. CCD-Kameras finden auch in der Amateurastronomie vielfältige Anwendung. Es handelt sich wie die handelsüblichen Digitalkameras um elektronische Kameras. Herzstück einer CCD-Kamera ist der so genannte Chip, eine Fläche von zahlreichen lichtempfindlichen Halbleiterelementen, die in Rasterform angeordnet sind (1000 x 1000 und mehr). Diese einzelnen Elemente werden als Pixel bezeichnet (Abkürzung für "picture elements").Bei einer Aufnahme schlägt das einfallende Licht der Gestirne aus den Halbleiterelementen Elektronen heraus, die durch Anlegen einer Spannung ausgelesen werden. Das entstehende Bild kann unmittelbar auf dem Monitor eines Computers dargestellt und mit Hilfe von Bildverarbeitungssoftware bearbeitet werden (image processing).

CCD-Kameras sind hochempfindlich. Mit ihnen gelingt es, zu recht schwachen Sternen vorzudringen, die bei gleicher Öffnung mit klassischer Fotografie nicht zu erreichen wären. Die Grenzgröße der beobachteten Gestirne wird somit weit herausgeschoben. Die Datenflut ist entsprechend groß und erfordert meist geeignete Hard- und Software zur Speicherung und Bearbeitung. Ein weiterer Vorteil von CCD-Kameras ist, dass sie in einem größeren Spektralbereich empfindlich sind, als die Filme der klassischen Fotografie.

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