Beobachtungstipp Februar

Schätze im Fuhrmann

In dem markanten Wintersternbild gibt es drei auffällige Sternhaufen.
Der offene Sternhaufen M37

Der offene Sternhaufen M37

M 36, M 37 und M 38 sind weniger bekannt als die Plejaden oder Hyaden, aber durchaus lohnenswerte Beobachtungsobjekte. Sie liegen alle im Sternbild Fuhrmann, das jetzt zur abendlichen Beobachtungsstunde hoch über unseren Köpfen steht. Somit sind sie relativ leicht zu finden. Der größte von ihnen ist M 37 mit 24’ scheinbarem Durchmesser, dies sind vier Fünftel des Vollmonddurchmessers. M 37 setzt sich aus rund 150 Mitgliedssternen zusammen, die hellsten sind dabei 9. Größe. Im Fernglas hat man eher den Eindruck eines nebligen Lichtfleckchens. Erst im Teleskop zeigt sich bei nicht zu starker Vergrößerung ein äußerst prachtvolles Sternengewimmel.

Etwas kleiner ist M 38. Dieser offene Haufen zählt etwa hundert Mitglieder in einem Bereich von 21’ Durchmesser. Die hellsten Mitglieder weisen 9,5 mag scheinbare Helligkeit auf.

Deutlich der kleinste dieser drei offenen Haufen im Fuhrmann ist M 36 mit nur 12’ scheinbarem Durchmesser. Mit sechzig Mitgliedssternen besitzt er auch die geringste Sternenzahl. Die scheinbar hellsten Sterne haben 8,9 mag und lassen sich gut im stärkeren Feldstecher in einzelne Lichtpunkte auflösen. Alle drei Haufen stehen in ähnlichen Distanzen: M36 ist 4100 Lichtjahre entfernt, M37 rund 4200 Lichtjahre und von M38 trennen uns 4000 Lichtjahre.

Mehr über das aktuelle Himmelsgeschehen lesen Sie im Kosmos Himmelsjahr.