Planeten im Januar

Venus optimal sichtbar

Venus ist strahlender Abendstern und geht im Lauf des Monats immer später unter. Saturn wird bis Ende des Monats zum Planeten der ganzen Nacht.
Planetensichtbarkeit im Januar

Planetensichtbarkeit im Januar

Merkur, der schwierig zu beobachtende Planet, bietet gleich zu Jahresbeginn eine Abendsichtbarkeitschance. Am 4. erreicht der flinke Planet seine größte östliche Elongation von der Sonne. Am 1. erfolgt der Untergang des -0,7 mag hellen Merkurs um 17.58 h. Kurz nach 17 h ist die Dämmerung soweit fortgeschritten, dass man Merkur knapp über dem Südwesthorizont erkennen kann. Letztmals ist Merkur am 10. zu erspähen. An diesem Tag sinkt der 0,2 mag helle Planet um 18.12 h unter die südwestliche Horizontlinie.

Venus eröffnet den Jahresreigen als strahlender Abendstern. Am 14. erreicht sie mit 47°07’ ihren größten östlichen Winkelabstand von der Sonne, man spricht von maximaler Elongation. Im Laufe des Monats nimmt ihre Helligkeit von -4,3 mag auf -4,5 mag leicht zu. Die Venusuntergänge verspäten sich von 20.34 h am 1. auf 21.06 h am 15. und auf 21.32 h am Monatsletzten. Venus wandert durch das Sternbild Wassermann, am 23. überschreitet sie die Grenze zum Sternbild Fische. Im Fernrohr zeigt sich das 25“ große Venusscheibchen am 16. abends halb beleuchtet.

Mars wandert rechtläufig durch das Sternbild Schütze. Der rote Planet hält sich mit der Sonne am Taghimmel auf und bleibt nachts verborgen.

Jupiter zieht sich vom Abendhimmel zurück. Am 24. wird er von der Sonne eingeholt und steht in Konjunktion mit ihr. Er hält sich dann mit ihr am Taghimmel auf und bleibt nachts unbeobachtbar. Allenfalls zu Monatsanfang mögen erfahrene Beobachter den Riesenplaneten noch in der Abenddämmerung tief im Südwesten aufstöbern - möglichst mit Fernglas.

Saturn wird gleich am ersten Tag des Jahres im Sternbild Löwe stationär und setzt zu seiner Oppositionsschleife an. Die bevorstehende Opposition macht sich auch durch eine leichte Helligkeitssteigerung des Ringplaneten von 0,9 auf 0,7 mag bemerkbar. Zu Monatsanfang geht Saturn um 22.38 h auf, zu Monatsende bereits um 20.35 h. Sieht man von den frühen Abendstunden ab, so wird er damit zum Planeten der ganzen Nacht. Im Fernrohr zeigt sich der Saturnring als schmaler, leuchtender Strich, denn die Ringöffnung beträgt gerade mal ein Grad.

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