Beobachtungstipp für Dezember

Eridanus – ein schwieriges Sternbild

Der Eridanus ist keine Sagengestalt, sondern ein Fluss. Seinen Ursprung nimmt der Fluss Eridanus bei Rigel im Orion. Zunächst schlängelt er sich westwärts in Richtung Walfisch, von wo er sich in zwei großen Bögen südwärts windet und dann in unseren Breiten unter dem Horizont verschwindet. Die bei uns sichtbaren Sterne des Eridanus sind dritter und vierter Größenklasse, weshalb er bei uns nicht besonders auffällt.
Das Sternbild Eridanus

Das Sternbild Eridanus

Achernar ist mit 0,5 mag der neunthellste Stern am Himmel. Er leuchtet bläulich-weiß (Spektraltyp: B3) und ist 143 Lichtjahre entfernt. Sein Name kommt aus dem Arabischen: Akhir Al Nahr bedeutet das Ende des Flusses.

Während Achernar wegen seiner südlichen Lage bei uns nicht zu sehen ist, befindet sich Cursa (Beta Eridani) als Stern mit 2,8 mag Helligkeit etwa drei Grad nordwestlich von Rigel im Orion. Cursa leuchtet weiß (A3) und ist 89 Lichtjahre entfernt.

Tiefrot leuchtet Zaurak (Gamma Eri) mit 3,0 mag Helligkeit und Spektralklasse M1. Seine Distanz beträgt 220 Lichtjahre. Die arabische Bezeichnung bedeutet Bootsstern.

Der nach Alpha Centauri und Sirius drittnächste freiäugig sichtbare Stern ist Epsilon Eridani. Mit 3,7 mag scheinbarer Helligkeit ist er auch nicht besonders auffällig. Epsilon Eri ist ein K2-Stern der Leuchtkraftklasse V. Mit 10,5 Lichtjahren Entfernung ist er uns noch ein wenig näher als 61 Cygni.

Im Eridanus liegt auch der Planetarische Nebel NGC 1535 nahe Gamma Eri. Mit 9 mag Helligkeit ist er kein ganz leichtes Objekt. Seine Entfernung wird zu 5000 Lichtjahren geschätzt.

Nördlich von Tau-4 Eri stößt man auf die Galaxie NGC 1300, eine Balkenspirale von beeindruckender Schönheit – allerdings nur erkennbar auf Aufnahmen größerer Teleskope.

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