Planetensichtbarkeit im Dezember

Venus dominiert die Abendstunden

Venus baut ihre Abendsichtbarkeit aus, Jupiter dagegen verabschiedet sich gegen Monatsende langsam vom Westhimmel. Saturns Aufgänge verlagern sich im Lauf des Monats in die Zeit vor Mitternacht.

Merkur stand im letzten Monatsdrittel in oberer Konjunk-tion mit der Sonne. Er entfernt sich von ihr in östlicher Richtung, die Sonne folgt ihm, weshalb sein östlicher Winkelvorsprung nur langsam wächst. Bis Jahresende erreicht seine östliche Elongation knapp 19°. Dies genügt kaum für eine Abendsichtbarkeit, denn Merkur hält sich in den süd-lichsten Gefilden des Tierkreises auf: Im Dezember bleibt Merkur un-sichtbar.

Venus wird zum auffälligen Abendstern und übertrifft bei weitem den ebenfalls recht hellen Jupiter, den sie am 1. überholt. Die beiden hellsten Planeten geben sich am Abendhimmel ein Stelldichein. Zu der Szene gesellt sich ebenfalls am 1. die Sichel des zunehmenden Mondes, der unseren inneren Nachbarplaneten bedeckt. Venus geht am 1. um 19.13 h unter und am 15. um 19.50 h. Am letzten Tag des Jahres erfolgt ihr Untergang um 20.32 h.

Mars wird am 5. von der Sonne eingeholt und steht mit ihr im Sternbild Schlangenträger in Konjunktion. Er befindet sich somit am Taghimmel und bleibt nachts unsichtbar unter dem Horizont.

Jupiter gibt seine Abschiedsvorstellung von der Himmelsbühne. Bevor der Riesenplanet sich völlig vom Abendhimmel zurückzieht, bie-tet er zusammen mit Venus und der schmalen Sichel des zunehmenden Mondes einen besonders netten Himmelsanblick. Zu Monatsbeginn geht Jupiter noch um 19.22 h unter, am 15. um 18.43 h und am Silvestertag schon um 17.59 h.

Saturn, rechtläufig im Löwen, nähert sich der Grenze zum Stern-bild Jungfrau. Er ist in der zweiten Nachthälfte beobachtbar. Seine Aufgänge verlagert der Ringplanet in die Zeit weit vor Mitternacht. Der Saturnaufgang erfolgt am 1. um 0.40 h und am 15. um 23.44 h. Zu Sil-vester steigt der 0,9 mag helle Ringplanet schon um 22.42 h über die östliche Horizontlinie. Im Fernrohr scheint der Saturnring nur noch als schmaler Strich. Zurzeit ist uns noch die Südseite der Ringebene zugekehrt.

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