Beobachtungstipp für November

Galaxien in Andromeda und Dreieck

Der Andromedanebel ist nun optimal zu beobachten. Doch in der Himmelsregion gibt es noch weitere Galaxien zu sehen.
Galaxie M33 im Dreieck

Galaxie M33 im Dreieck

Der große Andromedanebel, die Nr. 31 im Katalog von Charles Messier, gehört zu den prominenten Fernglasobjekten am abendlichen Herbsthimmel. M31 ist allerdings kein Nebel, keine Gas- und Staubwolke wie der Orionnebel oder der Trifid-Nebel im Schützen, sondern ein riesiges Sternensystem, eine Milchstraße oder Galaxie. Mit knapp drei Millionen Lichtjahren Entfernung ist M31 unsere Nachbarmilchstraße. Sie übertrifft dabei in Ausdehnung und Sternenzahl unsere eigene Galaxis noch um einiges. Auch wenn man seit knapp hundert Jahren weiß, dass M31 ein Sternensystem und nicht eine Gaswolke ist, so spricht man heute noch vom Andromedanebel. Ebenso hat sich der Begriff Spiralnebel eingebürgert, obwohl Spiralnebel Galaxien sind und keine galaktischen Nebel. Die Andromedagalaxie und unsere Galaxis sind die größten Milchstraßensysteme der so genannten Lokalen Milchstraßengruppe.

M32 und M110 liegen in direkter Nachbarschaft des Andromedanebels. Es handelt sich um Begleiter der großen Spiralgalaxie.

Der Triangulum-Nebel (M 33) im Sternbild Dreieck (daher der Name!) gehört neben einigen Dutzend Zwerggalaxien zur Lokalen Gruppe. Auch M33 ist am herbstlichen Abendhimmel ein Stück südlich von M31 zu sehen. Bei M33 sehen wir fast senkrecht auf diese Spiralgalaxie. M33 ist gegenüber M31 und unserem Milchstraßensystem etwas kleiner und etwa gleich weit entfernt von uns wie M31. Während M31 schon mit bloßen Augen unter guten Sichtbedingungen erkannt werden kann, so ist die Galaxie M33 erst im Fernglas auszumachen. Die Andromedagalaxie und unsere Milchstraße nähern sich einander an und werden in rund fünf Milliarden Jahren zu einer riesigen elliptischen Galaxie verschmelzen.

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