Die Planetensichtbarkeiten im November

Venus und Jupiter am Abendhimmel

Jupiter und Venus behaupten sich am Abendhimmel. Saturn baut seine Morgensichtbarkeit weiter aus und ist am Monatsende fast schon die ganze zweite Nachthälfte zu sehen.
Planetensichtbarkeit im November

Planetensichtbarkeit im November

Merkur beendet Anfang des Monats seine einzige Morgensichtbarkeit des Jahres. Letztmals am 5. wird man den –0,9 mag hellen Merkur in der Morgendämmerung ausmachen können. Der flinke Planet geht am 1.um 5.43 h auf, am 5. erst um 6.04 h. Merkur eilt der Sonne nach und holt sie am 25. ein. An diesem Tag steht er in oberer Konjunktion mit ihr. Fünf Tage später passiert er sein Aphel. Somit ergibt sich zur oberen Konjunktion eine maximale Erdentfernung von 217 Millionen Kilometer (=1,45 AE).

Venus ist am frühen Abendhimmel vertreten. Sie nähert sich allmählich dem Riesenplaneten Jupiter, der ebenfalls abends am Südwesthimmel strahlt und gegebenenfalls mit dem Abendstern verwechselt werden kann. Venus verlässt den Schlangenträger und wechselt am 9. in den Schützen, wobei sie den Winterpunkt am 12. in 2,1° südlichem Abstand passiert. Im letzten Monatsdrittel zieht sie etwa ein Grad nördlich an Nunki (Sigma Sagittarii) vorbei. Gleich zu Monatsbeginn begegnet ihr die Sichel des zunehmenden Mondes, nämlich am 1. abends. Ihre Untergänge verlagert Venus von 18.30 h am Monatsanfang auf 19.11 h zum Monatsende. Die Venushelligkeit steigt weiter leicht auf –4,1 mag an. Zur Monatsmitte sind 75 % des gut 15" großen Venusscheibchens beleuchtet. Am 1. geht Venus durch das Aphel ihrer Bahn, wobei sie 109 Millionen Kilometer, das sind 0,73 AE, von der Sonne entfernt ist.

Mars hält sich am Taghimmel bei der Sonne auf und bleibt unsichtbar.

Jupiter ist Planet am frühen Abendhimmel. Er beschleunigt seine rechtläufige Bewegung im Schützen. Venus steuert auf den Riesenplaneten zu. Beide hellste Planeten des irdischen Himmels stehen tief am Westhimmel als auffällige Gestirne. Allerdings ist Jupiters Glanzzeit für dieses Jahr vorüber. Die Jupiteruntergänge verfrühen sich von 20.53 h am 1. auf 20.09 h am 15. Am 30. geht der –2,0 mag helle Riesenplanet schon um 19.25 h unter. Da Jupiter in der Abenddämmerung erst gegen 16.40 h erkannt werden kann, bleiben etwa zweieinhalb Stunden Abendsichtbarkeitsdauer. Die zunehmende Mondsichel gesellt sich am 3. abends zum Riesenplaneten.

Saturn wandert rechtläufig durch den Löwen und passiert am 3. nur 0,1° nördlich Sigma Leonis (4,1 mag). Der Ringplanet ist am Morgenhimmel vertreten, wobei er immer früher aufgeht. Am 1. erfolgt der Saturnaufgang um 2.25 h und am 15. um 1.37 h. Am Monatsletzten geht der 1,0 mag helle Riesenplanet bereits um 0.43 h auf. Damit wird er zum Planeten der zweiten Nachthälfte.

Mehr über das aktuelle Himmelsgeschehen lesen Sie im Kosmos Himmelsjahr.